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	<title>Motorkontrolle.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-21T05:28:40Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=283</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
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		<updated>2013-04-16T21:14:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: /* Wofür steht EAE? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acceleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE.png|miniatur|EAE Menue|Der Klick zum Glück: Hier kann man EAE aktivieren]] &lt;br /&gt;
EAE ist die Abkürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich der Kraftstoff auf den Kanal-Wänden in einer Art &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck  ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steigt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; also die Motorlast (Ansaugbrücken-Innendruck steigt), lagert sich mehr Kraftstoff in dieser &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ab, der (kurzzeitig) dem Motor für die Gemischbildung fehlt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotz EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschieht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben Moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventils an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag Compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor Augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Sagen wir z.B. bei 3000UPM. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das original Megamanual gibt vor, die Start- und Endpunkte der beiden Kurven ADW und SOW nicht zu verändern. Nicht alle Nutzer teilen diese Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die End-Punkte der beiden Kurven geben die maximale Anreicherung an, mit beim Gas-Geben freigesetzt wird bzw. die maximale Menge, um die beim vom-Gas-gehen kurzzeitig abgemagert wird. Falls der Motor bei mittleren Drehzahlen beim Gas-geben total überfettet, verringere den Maximalwert. Im Beispiel rechts musste der Wert auf ca. 15% verringert werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Gleiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt für die SOW Kurve. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etwas Tückisch ist, dass ADW und SOW sich gegenseitig beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man kann sich die beiden Größen wie zwei Federn vorstellen, die ein Pendel in der Nullage stabilisieren. Wenn ich die eine Seite (z.B. ADW) verändere, verändert sich damit in geringem Maße auch der korrespondierende SOW Wert. Du bist auf einem guten Weg, wenn bei mittlerer Drehzahl beim Wechsel zwischen Vollgas und &amp;quot;Leerlauf&amp;quot; (Fuß fast vom Gas) der Lambdawert kaum schwankt und Du keine Überschwinger ins &amp;quot;fette&amp;quot; oder &amp;quot;magere&amp;quot; Gemisch hast. &lt;br /&gt;
* Anschließend solltest Du versuchen, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die Form der Kurven anzupassen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die erreichst Du, indem Du durch geringe Veränderung der Gaspedalstellung die Stützstellen der ADW und SOW Kurve &amp;quot;abfährst&amp;quot;. Die Diagramme rechts können dabei als Anhaltspunkt dienen, wie sowas zum Schluss aussehen kann. &lt;br /&gt;
* Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
* Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter Letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen, oder setzte die Standard AE zum Beispiel TPS Basiert auf eine Treshold von z.B. 50%/sec. Damit unterstützt die Standard Beschleunigungsanreicherung die EAE bei heftigen Lastwechseln. &lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probiere, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=269</id>
		<title>PID-Regler</title>
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		<updated>2012-08-07T21:22:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist ein PID-Regler?==&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnet einem sehr oft in der Steuerungstechnik.&lt;br /&gt;
Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathematisch) dahinter verbirgt, dem sei der [http://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler Wikipedia-Artikel zum Thema PID-Regler] empfohlen. Daher hier mal die gänzlich unwissenschaftliche Beschreibung:&lt;br /&gt;
==PID+Megasquirt=?==&lt;br /&gt;
In der Megasquirt begegnet einem die PID Regelung ab der MS2. Grundsätzlich finden sich PID Regler in drei Bereichen innerhalb der Einstelloptionen:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EGO-Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lambdaregelung ab der MS2 bietet einem die Möglichkeit, das Regelverhalten über PID abzustimmen&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL Idle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auch die Steuerung des Leerlaufventiles (egal ob PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; oder IAC Schrittmotor) erfolgt über eine PID Regelschleife&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Boost Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Neben der reinen Antaktung des Wastegateventiles in Abhängigkeit von Gaspedalstellung (TPS) und Drehzahl (RPM) gibt es auch die Möglichkeit, Ladedruck per PID Regler auf einen &amp;quot;Wunsch-Ladedruck&amp;quot; einregeln zu lassen.&lt;br /&gt;
==P: Der Proportional-Anteil==&lt;br /&gt;
*Die P-Komponente des PID-Reglers ist so etwas wie die Ur-Form einer Regelung. Sie funktioniert &amp;quot;Proportional&amp;quot;:&lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert kleiner als Sollwert, vergrößere Regelgröße. &lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert größer als Sollwert, verkleinere Regelgröße.&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie man sich vorstellen kann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hat dieses System Grenzen:&lt;br /&gt;
::* Ein großer &amp;quot;P&amp;quot;-Wert ermöglicht es der Regelung, bei großen Abweichungen schnell gegen zu regeln. Nachteil: Der Regler neigt zum &amp;quot;Überschwingen&amp;quot;, da er mit dieser Einstellung permanent über das Ziel hinauszuschießen droht. &lt;br /&gt;
::* Ein kleiner &amp;quot;P&amp;quot; Wert bietet die Möglichkeit, zielsicher auf den Soll-Wert hinzuregeln. Bei kleinen Regelabweichungen funktioniert dies gut. Bei großen Abweichungen kann es allerdings &amp;quot;ewig&amp;quot; dauern, biss die Störgröße ausgeregelt ist. &lt;br /&gt;
:*Ein reiner &amp;quot;P&amp;quot; Regler würde sich nie exakt auf die Soll-Größe einregeln können. Als &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; wirkt hier in die Praxis die Zeitverzögerung zwischen Änderung der Stellgröße (z.B. Leerlaufventil öffnet) und der Reaktion des Ist-Wertes (Drehzahl steigt). Es muss experimentell herausgefunden werden, bis zu welchem &amp;quot;P&amp;quot; Wert die Regelung mit dieser &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; stabil läuft, ohne ins Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I wie &amp;quot;Impuls&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der I-Anteil des PID-Reglers reagiert auf den Integral-Anteil. Dies bedeutet, dass die Zeitkomponente mit hineinspielt. &lt;br /&gt;
:Je länger die Regelabweichung andauert, um so größer wird die Komponente des &amp;quot;I&amp;quot; Anteils, die versucht gegen zu regeln.&lt;br /&gt;
*In der Praxis hat sich gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;I macht den Unterschied&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;I&amp;quot;-Faktor entscheidet in der Regel über ein gutes Ansprechverhalten der Regelung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D wie &amp;quot;Dämpfung&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der D Anteil reagiert auf die Geschwindigkeit der Änderung. D.d. je schneller sich die Störgröße ändert (z.B. Drehzahl bricht ein), um so stärker reagiert die &amp;quot;D&amp;quot; Komponente.&lt;br /&gt;
*In der Praxis zeigt sich, dass &amp;quot;D&amp;quot; eine Dämpfende Wirkung auf die Regelung hat. D.h. ein kleiner Wert für &amp;quot;D&amp;quot; im Bereich von 1-5 reicht oft schon aus, um die Regelung zu beruhigen und stabil zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung==&lt;br /&gt;
*Um für PID eine Grundeinstellung zu finden, hilft vielleicht folgende Anleitung:&lt;br /&gt;
:# &amp;quot;I&amp;quot; sehr klein einstellen (z.B.1), &amp;quot;D&amp;quot; auf Null stellen.&lt;br /&gt;
:# Vergrößere &amp;quot;P&amp;quot;, bis die Regelung anfängt zu schwingen (z.B. Lambda-wert schwankt wild hin und her, Leerlauf fängt an zu &amp;quot;sägen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:# Stelle &amp;quot;P&amp;quot; auf 50% dieses kritischen Wertes.&lt;br /&gt;
:# Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; so lange, bis die Regelung eine gute Impulsantwort hat. Wenn die Regelung anfängt zu Schwingen, ist &amp;quot;I&amp;quot; zu groß.&lt;br /&gt;
:# Zu guter Letzt füge etwas &amp;quot;P&amp;quot; hinzu, um etwas Dämpfung im System zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung für die geschlossene Ladedruckregelung==&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Für Geschlossene Ladedruckregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (CL Boost Control) soll laut einiger User o.g. Einstellanweisung nicht funktionieren.  &lt;br /&gt;
:Hier gehe wie folgt vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:#Setze &amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; auf Null. So kannst Du Dich am einfachsten an das Regelverhalten von &amp;quot;P&amp;quot; heran tasten&lt;br /&gt;
:#Beginne mit &amp;quot;P&amp;quot; auf &amp;quot;100&amp;quot; und verringere den Wert nach und nach. Große &amp;quot;P&amp;quot;-Werte bedeuten langsamen Ladedruckaufbau und niedrigeren Ladedruckwert. Deswegen: Um auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nummer sicher zu gehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Starte mit großem &amp;quot;P&amp;quot; Wert (100 sollte ausreichen). Finde die Drehzahl ab welcher sich Ladedruck aufbaut und &amp;#039;&amp;#039;trete das Ges schnell voll durch!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:#Lese im Log ab, wie viel Ladedruck erreicht wurde. Falls der Ladedruck-Wert deutlich über den entsprechenden Ziel-Wert im &amp;quot;Target Boost&amp;quot; Kennfeld hinausschießt, erhöhe &amp;quot;P&amp;quot;. Andernfalls verringere den &amp;quot;P&amp;quot; Wert und versuche es noch einmal. &lt;br /&gt;
:# Wiederhole dies, bis der Ziel-Ladedruck erreicht wird und die Regelung leicht überschwingt, d.h. leicht übers Ziel hinausschießt. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finde den richtigen &amp;quot;I&amp;quot;-Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Starte wieder mit der Drehzahl, die Du oben zum Einstellen der &amp;quot;P&amp;quot; Größe verwendet hattest. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trete ab dieser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Drehzahl wieder das Gas voll durch und beobachte den Druckaufbau über das Drehzahlband. Möglicherweise wird der Ladedruck teilweise erheblich vom Ziel-Wert abweichen. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; solange&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis der PID Regler diese Abweichungen vom Ziel-Ladedruck gut ausregelt, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in starkes Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Möglicherweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; musst Du jetzt schon &amp;quot;D&amp;quot; ein wenig erhöhen, denn diese beiden Größen (&amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; neigen dazu, sich gegenseitig zu beeinflussen)&lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;D&amp;quot; einstellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Erhöhe &amp;quot;D&amp;quot; so lange, bis die Überschwinger der Regelung beim Druckaufbau so gut wie verschwunden sind.  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wähle &amp;quot;D&amp;quot; nicht zu groß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, denn eine zu starke Dämpfung kann auch die zuvor eingestellten Regelgrößen &amp;quot;P&amp;quot; und &amp;quot;I&amp;quot; zu stark dämpfen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=268</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=268"/>
		<updated>2012-08-07T21:11:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;OFF&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warmup only&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed loop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ausser der Option &amp;quot;OFF&amp;quot; natürlich) ist gemeinsam, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen. Erfahrungsgemäß kann man hier 2-5% mehr Öffnung vorgeben, als unter gleichen Bedingungen im Leerlauf eingestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Vorbereitungen für Closed loop) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die geschlossene Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
*Darüber hinaus solltest Du im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus schon einige Erfahrungen gesammelt haben. Du solltest schon soweit sein, dass dein Ventil tut was es soll (bei 100% voll geöffnet und bei 0% geschlossen sein beispielsweise), Du solltest schon die richtige Ansteuerfrequenz für die &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; herausgefunden haben usw.&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
==Grundbedingung: CL Idle Indikator==&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Um zu überprüfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ob die Leerlaufregelung wirklich anspringt, findest Du in der unteren Indikatorzeile in TunerStudio/Megatune einen &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (siehe Ablaufdiagramm oben rechts). Sobald die Bedingungen für Leerlaufregelung erfüllt sind, leuchtet dieser Indikator auf. Die entsprechenden Konditionen, die hierfür erfüllt sein müssen findest du im Ablaufdiagramm. &lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
==Einstellung der Grundparameter für die Leerlaufregelung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler PID] settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzu addiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. Somit ist der &amp;quot;Daspot-Adder&amp;quot; so etwas wie ein &amp;quot;Sicherheits-Zuschlag&amp;quot; auf den letzten Leerlauf-Wert.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Damit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nicht unbegrenz der Daspot-Adder immer wieder auf-addiert werden kann, wird dieser Wert erst nach Ablauf des PID Wait Timers hinzugefügt. Ansonsten könnte man mit dem Gaspedal wie mit einem Ratschenmechanismus die Leerlaufdrehzahl &amp;quot;hochpumpen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in mehreren Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot decay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler PID] Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des bei&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestellten Wertes regelt der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler geschlossenen PID Regelkreises] von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Leerlaufregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Jetzt hält der  [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler PID Regelkreis] die Leerlaufdrezahl konstant.&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstell-Hilfe für PID&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler Folge diesem Link]&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleine Helferlein von GSlender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die modifizierte Software bietet zusätzlich eine Leerlaufstabilisierung über die Zündverstellung&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(to be continued...)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=267</id>
		<title>PID-Regler</title>
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		<updated>2012-08-07T20:58:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist ein PID-Regler?==&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnen einem sehr oft in der Steuerungstechnik.&lt;br /&gt;
Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathematisch) dahinter verbirgt, dem sei der [http://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler Wikipedia-Artikel zum Thema PID-Regler] empfohlen. Daher hier mal die gänzlich unwissenschaftliche Beschreibung:&lt;br /&gt;
==PID+Megasquirt=?==&lt;br /&gt;
In der Megasquirt begegnet einem die PID Regelung ab der MS2. Grundsätzlich finden sich PID Regler in drei Bereichen innerhalb der Einstelloptionen:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EGO-Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lambdaregelung ab der MS2 bietet einem die Möglichkeit, das Regelverhalten über PID abzustimmen&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL Idle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auch die Steuerung des Leerlaufventiles (egal ob PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; oder IAC Schrittmotor) erfolgt über eine PID Regelschleife&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Boost Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Neben der reinen Antaktung des Wastegateventiles in Abhängigkeit von Gaspedalstellung (TPS) und Drehzahl (RPM) gibt es auch die Möglichkeit, Ladedruck per PID Regler auf einen &amp;quot;Wunsch-Ladedruck&amp;quot; einregeln zu lassen.&lt;br /&gt;
==P: Der Proportional-Anteil==&lt;br /&gt;
*Die P-Komponente des PID-Reglers ist so etwas wie die Ur-Form einer Regelung. Sie funktioniert &amp;quot;Proportional&amp;quot;:&lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert kleiner als Sollwert, vergrößere Regelgröße. &lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert größer als Sollwert, verkleinere Regelgröße.&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie man sich vorstellen kann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hat dieses System Grenzen:&lt;br /&gt;
::* Ein großer &amp;quot;P&amp;quot;-Wert ermöglicht es der Regelung, bei großen Abweichungen schnell gegen zu regeln. Nachteil: Der Regler neigt zum &amp;quot;Überschwingen&amp;quot;, da er mit dieser Einstellung permanent über das Ziel hinauszuschießen droht. &lt;br /&gt;
::* Ein kleiner &amp;quot;P&amp;quot; Wert bietet die Möglichkeit, zielsicher auf den Soll-Wert hinzuregeln. Bei kleinen Regelabweichungen funktioniert dies gut. Bei großen Abweichungen kann es allerdings &amp;quot;ewig&amp;quot; dauern, biss die Störgröße ausgeregelt ist. &lt;br /&gt;
:*Ein reiner &amp;quot;P&amp;quot; Regler würde sich nie exakt auf die Soll-Größe einregeln können. Als &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; wirkt hier in die Praxis die Zeitverzögerung zwischen Änderung der Stellgröße (z.B. Leerlaufventil öffnet) und der Reaktion des Ist-Wertes (Drehzahl steigt). Es muss experimentell herausgefunden werden, bis zu welchem &amp;quot;P&amp;quot; Wert die Regelung mit dieser &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; stabil läuft, ohne ins Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I wie &amp;quot;Impuls&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der I-Anteil des PID-Reglers reagiert auf den Integral-Anteil. Dies bedeutet, dass die Zeitkomponente mit hineinspielt. &lt;br /&gt;
:Je länger die Regelabweichung andauert, um so größer wird die Komponente des &amp;quot;I&amp;quot; Anteils, die versucht gegen zu regeln.&lt;br /&gt;
*In der Praxis hat sich gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;I macht den Unterschied&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;I&amp;quot;-Faktor entscheidet in der Regel über ein gutes Ansprechverhalten der Regelung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D wie &amp;quot;Dämpfung&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der D Anteil reagiert auf die Geschwindigkeit der Änderung. D.d. je schneller sich die Störgröße ändert (z.B. Drehzahl bricht ein), um so stärker reagiert die &amp;quot;D&amp;quot; Komponente.&lt;br /&gt;
*In der Praxis zeigt sich, dass &amp;quot;D&amp;quot; eine Dämpfende Wirkung auf die Regelung hat. D.h. ein kleiner Wert für &amp;quot;D&amp;quot; im Bereich von 1-5 reicht oft schon aus, um die Regelung zu beruhigen und stabil zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung==&lt;br /&gt;
*Um für PID eine Grundeinstellung zu finden, hilft vielleicht folgende Anleitung:&lt;br /&gt;
:# &amp;quot;I&amp;quot; sehr klein einstellen (z.B.1), &amp;quot;D&amp;quot; auf Null stellen.&lt;br /&gt;
:# Vergrößere &amp;quot;P&amp;quot;, bis die Regelung anfängt zu schwingen (z.B. Lambda-wert schwankt wild hin und her, Leerlauf fängt an zu &amp;quot;sägen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:# Stelle &amp;quot;P&amp;quot; auf 50% dieses kritischen Wertes.&lt;br /&gt;
:# Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; so lange, bis die Regelung eine gute Impulsantwort hat. Wenn die Regelung anfängt zu Schwingen, ist &amp;quot;I&amp;quot; zu groß.&lt;br /&gt;
:# Zu guter Letzt füge etwas &amp;quot;P&amp;quot; hinzu, um etwas Dämpfung im System zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung für die geschlossene Ladedruckregelung==&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Für Geschlossene Ladedruckregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (CL Boost Control) soll laut einiger User o.g. Einstellanweisung nicht funktionieren.  &lt;br /&gt;
:Hier gehe wie folgt vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:#Setze &amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; auf Null. So kannst Du Dich am einfachsten an das Regelverhalten von &amp;quot;P&amp;quot; heran tasten&lt;br /&gt;
:#Beginne mit &amp;quot;P&amp;quot; auf &amp;quot;100&amp;quot; und verringere den Wert nach und nach. Große &amp;quot;P&amp;quot;-Werte bedeuten langsamen Ladedruckaufbau und niedrigeren Ladedruckwert. Deswegen: Um auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nummer sicher zu gehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Starte mit großem &amp;quot;P&amp;quot; Wert (100 sollte ausreichen). Finde die Drehzahl ab welcher sich Ladedruck aufbaut und &amp;#039;&amp;#039;trete das Ges schnell voll durch!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:#Lese im Log ab, wie viel Ladedruck erreicht wurde. Falls der Ladedruck-Wert deutlich über den entsprechenden Ziel-Wert im &amp;quot;Target Boost&amp;quot; Kennfeld hinausschießt, erhöhe &amp;quot;P&amp;quot;. Andernfalls verringere den &amp;quot;P&amp;quot; Wert und versuche es noch einmal. &lt;br /&gt;
:# Wiederhole dies, bis der Ziel-Ladedruck erreicht wird und die Regelung leicht überschwingt, d.h. leicht übers Ziel hinausschießt. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finde den richtigen &amp;quot;I&amp;quot;-Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Starte wieder mit der Drehzahl, die Du oben zum Einstellen der &amp;quot;P&amp;quot; Größe verwendet hattest. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trete ab dieser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Drehzahl wieder das Gas voll durch und beobachte den Druckaufbau über das Drehzahlband. Möglicherweise wird der Ladedruck teilweise erheblich vom Ziel-Wert abweichen. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; solange&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis der PID Regler diese Abweichungen vom Ziel-Ladedruck gut ausregelt, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in starkes Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Möglicherweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; musst Du jetzt schon &amp;quot;D&amp;quot; ein wenig erhöhen, denn diese beiden Größen (&amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; neigen dazu, sich gegenseitig zu beeinflussen)&lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;D&amp;quot; einstellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Erhöhe &amp;quot;D&amp;quot; so lange, bis die Überschwinger der Regelung beim Druckaufbau so gut wie verschwunden sind.  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wähle &amp;quot;D&amp;quot; nicht zu groß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, denn eine zu starke Dämpfung kann auch die zuvor eingestellten Regelgrößen &amp;quot;P&amp;quot; und &amp;quot;I&amp;quot; zu stark dämpfen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=266</id>
		<title>PID-Regler</title>
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		<updated>2012-08-07T20:55:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist ein PID-Regler?==&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnen einem sehr oft in der Steuerungstechnik.&lt;br /&gt;
Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathematisch) dahinter verbirgt, dem sei der [http://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler Wikipedia-Artikel zum Thema PID-Regler] empfohlen. Daher hier mal die gänzlich unwissenschaftliche Beschreibung:&lt;br /&gt;
==PID+Megasquirt=?==&lt;br /&gt;
In der Megasquirt begegnet einem die PID Regelung ab der MS2. Grundsätzlich finden sich PID Regler in drei Bereichen innerhalb der Einstelloptionen:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EGO-Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lambdaregelung ab der MS2 bietet einem die Möglichkeit, das Regelverhalten über PID abzustimmen&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL Idle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auch die Steuerung des Leerlaufventiles (egal ob PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; oder IAC Schrittmotor) erfolgt über eine PID Regelschleife&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Boost Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Neben der reinen Antaktung des Wastegateventiles in Abhängigkeit von Gaspedalstellung (TPS) und Drehzahl (RPM) gibt es auch die Möglichkeit, Ladedruck per PID Regler auf einen &amp;quot;Wunsch-Ladedruck&amp;quot; einregeln zu lassen.&lt;br /&gt;
==P: Der Proportional-Anteil==&lt;br /&gt;
*Die P-Komponente des PID-Reglers ist so etwas wie die Ur-Form einer Regelung. Sie funktioniert &amp;quot;Proportional&amp;quot;:&lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert kleiner als Sollwert, vergrößere Regelgröße. &lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert größer als Sollwert, verkleinere Regelgröße.&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie man sich vorstellen kann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hat dieses System Grenzen:&lt;br /&gt;
::* Ein großer &amp;quot;P&amp;quot;-Wert ermöglicht es der Regelung, bei großen Abweichungen schnell gegen zu regeln. Nachteil: Der Regler neigt zum &amp;quot;Überschwingen&amp;quot;, da er mit dieser Einstellung permanent über das Ziel hinauszuschießen droht. &lt;br /&gt;
::* Ein kleiner &amp;quot;P&amp;quot; Wert bietet die Möglichkeit, zielsicher auf den Soll-Wert hinzuregeln. Bei kleinen Regelabweichungen funktioniert dies gut. Bei großen Abweichungen kann es allerdings &amp;quot;ewig&amp;quot; dauern, biss die Störgröße ausgeregelt ist. &lt;br /&gt;
:*Ein reiner &amp;quot;P&amp;quot; Regler würde sich nie exakt auf die Soll-Größe einregeln können. Als &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; wirkt hier in die Praxis die Zeitverzögerung zwischen Änderung der Stellgröße (z.B. Leerlaufventil öffnet) und der Reaktion des Ist-Wertes (Drehzahl steigt). Es muss experimentell herausgefunden werden, bis zu welchem &amp;quot;P&amp;quot; Wert die Regelung mit dieser &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; stabil läuft, ohne ins Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I wie &amp;quot;Impuls&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der I-Anteil des PID-Reglers reagiert auf den Integral-Anteil. Dies bedeutet, dass die Zeitkomponente mit hineinspielt. &lt;br /&gt;
:Je länger die Regelabweichung andauert, um so größer wird die Komponente des &amp;quot;I&amp;quot; Anteiles, die versucht gegen zu regeln.&lt;br /&gt;
*In der Praxis hat sich gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;I macht den Unterschied&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;I&amp;quot;-Faktor entscheidet in der Regel über ein gutes Ansprechverhalten der Regelung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D wie &amp;quot;Dämpfung&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der D Anteil reagiert auf die Geschwindigkeit der Änderung. D.d. je schneller sich die Störgröße ändert (z.B. Drehzahl bricht ein), um so stärker reagiert die &amp;quot;D&amp;quot; Komponente.&lt;br /&gt;
*In der Praxis zeigt sich, dass &amp;quot;D&amp;quot; eine Dämpfende Wirkung auf die Regelung hat. D.h. ein kleiner Wert für &amp;quot;D&amp;quot; im Bereich von 1-5 reicht oft schon aus, um die Regelung zu beruhigen und stabil zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung==&lt;br /&gt;
*Um für PID eine Grundeinstellung zu finden, hilft vielleicht folgende Anleitung:&lt;br /&gt;
:# &amp;quot;I&amp;quot; sehr klein einstellen (z.B.1), &amp;quot;D&amp;quot; auf Null stellen.&lt;br /&gt;
:# Vergrößere &amp;quot;P&amp;quot;, bis die Regelung anfängt zu schwingen (z.B. Lambdawert schwankt wild hin und her, Leerlauf fängt an zu &amp;quot;sägen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:# Stelle &amp;quot;P&amp;quot; auf 50% dieses kritischen Wertes.&lt;br /&gt;
:# Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; so lange, bis die Regelung eine gute Impulsantwort hat. Wenn die Regelung anfängt zu Schwingen, ist &amp;quot;I&amp;quot; zu groß.&lt;br /&gt;
:# Zu guter Letzt füge etwas &amp;quot;P&amp;quot; hinzu, um etwas Dämpfung im System zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung für die geschlossene Ladedruckregelung==&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Für Geschlossene Ladedruckregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (CL Boost Control) soll laut einiger User o.g. Einstellanweisung nicht funktionieren.  &lt;br /&gt;
:Hier gehe wie folgt vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:#Setze &amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; auf Null. So kannst Du Dich am einfachsten an das Regelverhalten von &amp;quot;P&amp;quot; heran tasten&lt;br /&gt;
:#Beginne mit &amp;quot;P&amp;quot; auf &amp;quot;100&amp;quot; und veringere den Wert nach und nach. Große &amp;quot;P&amp;quot;-Werte bedeuten langsamen Ladedruckaufbau und niedrigeren Ladedruckwert. Deswegen: Um auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nummer sicher zu gehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Starte mit großem &amp;quot;P&amp;quot; Wert (100 sollte ausreichen). Finde die Drehzahl ab welcher sich Ladedruck aufbaut und &amp;#039;&amp;#039;trete das Ges schnell voll durch!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:#Lese im Log ab, wie viel ladedruck erreicht wurde. Falls der Ladedruck-Wert deutlich über den entsprechenden Ziel-Wert im &amp;quot;Target Boost&amp;quot; Kennfeld hinausschießt, erhöhe &amp;quot;P&amp;quot;. Andernfalls verringere den &amp;quot;P&amp;quot; Wert und versuche es noch einmal. &lt;br /&gt;
:# Wiederhole dies, bis der Ziel-Ladedruck erreicht wird und die Regelung leicht überschwingt, d.h. leicht übers Ziel hinausschießt. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finde den richigen &amp;quot;I&amp;quot;-Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Starte wieder mit der Drehzahl, die Du oben zum Einstellen der &amp;quot;P&amp;quot; Größe verwendet hattest. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;Trete ab dieser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Drehzahl wieder das Gas voll durch und beobachte den Druckaufbau über das Drehzahlband. Möglicherweise wird der Ladedruck teilweise erheblich vom Ziel-Wert abweichen. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; solange&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis der PID Regler diese Abweichungen vom Ziel-Ladedruck gut ausregelt, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in starkes Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Möglicherweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; musst Du jetzt schon &amp;quot;D&amp;quot; ein wenig erhöhen, denn diese beiden Größen (&amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; neigen dazu, sich gegenseitig zu beeinflussen)&lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;D&amp;quot; einstellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Erhöhe &amp;quot;D&amp;quot; so lange, bis die Überschwinger der Regelung beim Druckaufbau so gut wie verschwunden sind.  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wähle &amp;quot;D&amp;quot; nicht zu groß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, denn eine zu starke Dämpfung kann auch die zuvor eingestellten Regelgrößen &amp;quot;P&amp;quot; und &amp;quot;I&amp;quot; zu stark dämpfen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=265</id>
		<title>PID-Regler</title>
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		<updated>2012-08-07T20:54:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist ein PID-Regler?==&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnen einem sehr oft in der Steuerungstechnik.&lt;br /&gt;
Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathematisch) dahinter verbirgt, dem sei der [http://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler Wikipedia-Artikel zum Thema PID-Regler] empfohlen. Daher hier mal die gänzlich unwissenschaftliche Beschreibung:&lt;br /&gt;
==PID+Megasquirt=?==&lt;br /&gt;
In der Megasquirt begegnet einem die PID Regelung ab der MS2. Grundsätzlich finden sich PID Regler in drei Bereichen innerhalb der Einstelloptionen:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EGO-Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lambdaregelung ab der MS2 bietet einem die Möglichkeit, das Regelverhalten über PID abzustimmen&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL Idle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auch die Steuerung des Leerlaufventiles (egal ob PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; oder IAC Schrittmotor) erfolgt über eine PID Regelschleife&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Boost Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Neben der reinen Antaktung des Wastegateventiles in Abhängigkeit von Gaspedalstellung (TPS) und Drehzahl (RPM) gibt es auch die Möglichkeit, Ladedruck per PID Regler auf einen &amp;quot;Wunsch-Ladedruck&amp;quot; einregeln zu lassen.&lt;br /&gt;
==P: Der Proportional-Anteil==&lt;br /&gt;
*Die P-Komponente des PID-Reglers ist so etwas wie die Ur-Form einer Regelung. Sie funktioniert &amp;quot;Proportional&amp;quot;:&lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert kleiner als Sollwert, vergrößere Regelgröße. &lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert größer als Sollwert, verkleinere Regelgröße.&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie man sich vorstellen kann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hat dieses System Grenzen:&lt;br /&gt;
::* Ein großer &amp;quot;P&amp;quot;-Wert ermöglicht es der Regelung, bei großen Abweichungen schnell gegen zu regeln. Nachteil: Der Regler neigt zum &amp;quot;Überschwingen&amp;quot;, da er mit dieser Einstellung permanent über das Ziel hinauszuschießen droht. &lt;br /&gt;
::* Ein kleiner &amp;quot;P&amp;quot; Wert bietet die Möglichkeit, zielsicher auf den Soll-Wert hinzuregeln. Bei kleinen Regelabweichungen funktioniert dies gut. Bei großen Abweichungen kann es allerdings &amp;quot;ewig&amp;quot; dauern, biss die Störgröße ausgeregelt ist. &lt;br /&gt;
:*Ein reiner &amp;quot;P&amp;quot; Regler würde sich nie exakt auf die Soll-Größe einregeln können. Als &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; wirkt hier in die Praxis die Zeitverzögerung zwischen Änderung der Stellgröße (z.B. Leerlaufventil öffnet) und der Reaktion des Ist-Wertes (Drehzahl steigt). Es muss experimentell herausgefunden werden, bis zu welchem &amp;quot;P&amp;quot; Wert die Regelung mit dieser &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; stabil läuft, ohne ins Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I wie &amp;quot;Impuls&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der I-Anteil des PID-Reglers reagiert auf den Integral-Anteil. Dies bedeutet, dass die Zeitkomponente mit hineinspielt. &lt;br /&gt;
:Je länger die Regelabweichung andauert, um so größer wird die Komponente des &amp;quot;I&amp;quot; Anteiles, die versucht gegen zu regeln.&lt;br /&gt;
*In der Praxis hat sich gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;I macht den Unterschied&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;I&amp;quot;-Faktor entscheidet in der Regel über ein gutes Ansprechverhalten der Regelung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D wie &amp;quot;Dämpfung&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der D Anteil reagiert auf die Geschwindigkeit der Änderung. D.d. je schneller sich die Störgröße ändert (z.B. Drehzahl bricht ein), um so stärker reagiert die &amp;quot;D&amp;quot; Komponente.&lt;br /&gt;
*In der Praxis zeigt sich, dass &amp;quot;D&amp;quot; eine Dämpfende Wirkung auf die Regelung hat. D.h. ein kleiner Wert für &amp;quot;D&amp;quot; im Bereich von 1-5 reicht oft schon aus, um die Regelung zu beruhigen und stabil zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung==&lt;br /&gt;
*Um für PID eine Grundeinstellung zu finden, hilft vielleicht folgende Anleitung:&lt;br /&gt;
:# &amp;quot;I&amp;quot; sehr klein einstellen (z.B.1), &amp;quot;D&amp;quot; auf Null stellen.&lt;br /&gt;
:# Vergrößere &amp;quot;P&amp;quot;, bis die Regelung anfängt zu schwingen (z.B. Lambdawert schwankt wild hin und her, Leerlauf fängt an zu &amp;quot;sägen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:# Stelle &amp;quot;P&amp;quot; auf 50% dieses kritischen Wertes.&lt;br /&gt;
:# Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; so lange, bis die Regelung eine gute Impulsantwort hat. Wenn die Regelung anfängt zu Schwingen, ist &amp;quot;I&amp;quot; zu groß.&lt;br /&gt;
:# Zu guter Letzt füge etwas &amp;quot;P&amp;quot; hinzu, um etwas Dämpfung im System zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Für Geschlossene Ladedruckregelung (CL Boost Control) soll laut einiger User o.g. Einstellanweisung nicht funktionieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Hier gehe wie folgt vor:&lt;br /&gt;
:#Setze &amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; auf Null. So kannst Du Dich am einfachsten an das Regelverhalten von &amp;quot;P&amp;quot; heran tasten&lt;br /&gt;
:#Beginne mit &amp;quot;P&amp;quot; auf &amp;quot;100&amp;quot; und veringere den Wert nach und nach. Große &amp;quot;P&amp;quot;-Werte bedeuten langsamen Ladedruckaufbau und niedrigeren Ladedruckwert. Deswegen: Um auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nummer sicher zu gehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Starte mit großem &amp;quot;P&amp;quot; Wert (100 sollte ausreichen). Finde die Drehzahl ab welcher sich Ladedruck aufbaut und &amp;#039;&amp;#039;trete das Ges schnell voll durch!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:#Lese im Log ab, wie viel ladedruck erreicht wurde. Falls der Ladedruck-Wert deutlich über den entsprechenden Ziel-Wert im &amp;quot;Target Boost&amp;quot; Kennfeld hinausschießt, erhöhe &amp;quot;P&amp;quot;. Andernfalls verringere den &amp;quot;P&amp;quot; Wert und versuche es noch einmal. &lt;br /&gt;
:# Wiederhole dies, bis der Ziel-Ladedruck erreicht wird und die Regelung leicht überschwingt, d.h. leicht übers Ziel hinausschießt. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finde den richigen &amp;quot;I&amp;quot;-Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Starte wieder mit der Drehzahl, die Du oben zum Einstellen der &amp;quot;P&amp;quot; Größe verwendet hattest. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;Trete ab dieser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Drehzahl wieder das Gas voll durch und beobachte den Druckaufbau über das Drehzahlband. Möglicherweise wird der Ladedruck teilweise erheblich vom Ziel-Wert abweichen. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; solange&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis der PID Regler diese Abweichungen vom Ziel-Ladedruck gut ausregelt, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in starkes Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Möglicherweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; musst Du jetzt schon &amp;quot;D&amp;quot; ein wenig erhöhen, denn diese beiden Größen (&amp;quot;I&amp;quot; und &amp;quot;D&amp;quot; neigen dazu, sich gegenseitig zu beeinflussen)&lt;br /&gt;
:# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;D&amp;quot; einstellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Erhöhe &amp;quot;D&amp;quot; so lange, bis die Überschwinger der Regelung beim Druckaufbau so gut wie verschwunden sind.  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wähle &amp;quot;D&amp;quot; nicht zu groß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, denn eine zu starke Dämpfung kann auch die zuvor eingestellten Regelgrößen &amp;quot;P&amp;quot; und &amp;quot;I&amp;quot; zu stark dämpfen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=264</id>
		<title>PID-Regler</title>
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		<updated>2012-08-07T20:36:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist ein PID-Regler?==&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnen einem sehr oft in der Steuerungstechnik.&lt;br /&gt;
Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathematisch) dahinter verbirgt, dem sei der [http://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler Wikipedia-Artikel zum Thema PID-Regler] empfohlen. Daher hier mal die gänzlich unwissenschaftliche Beschreibung:&lt;br /&gt;
==PID+Megasquirt=?==&lt;br /&gt;
In der Megasquirt begegnet einem die PID Regelung ab der MS2. Grundsätzlich finden sich PID Regler in drei Bereichen innerhalb der Einstelloptionen:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EGO-Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lambdaregelung ab der MS2 bietet einem die Möglichkeit, das Regelverhalten über PID abzustimmen&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL Idle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auch die Steuerung des Leerlaufventiles (egal ob PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; oder IAC Schrittmotor) erfolgt über eine PID Regelschleife&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Boost Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Neben der reinen Antaktung des Wastegateventiles in Abhängigkeit von Gaspedalstellung (TPS) und Drehzahl (RPM) gibt es auch die Möglichkeit, Ladedruck per PID Regler auf einen &amp;quot;Wunsch-Ladedruck&amp;quot; einregeln zu lassen.&lt;br /&gt;
==P: Der Proportional-Anteil==&lt;br /&gt;
*Die P-Komponente des PID-Reglers ist so etwas wie die Ur-Form einer Regelung. Sie funktioniert &amp;quot;Proportional&amp;quot;:&lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert kleiner als Sollwert, vergrößere Regelgröße. &lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert größer als Sollwert, verkleinere Regelgröße.&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie man sich vorstellen kann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hat dieses System Grenzen:&lt;br /&gt;
::* Ein großer &amp;quot;P&amp;quot;-Wert ermöglicht es der Regelung, bei großen Abweichungen schnell gegen zu regeln. Nachteil: Der Regler neigt zum &amp;quot;Überschwingen&amp;quot;, da er mit dieser Einstellung permanent über das Ziel hinauszuschießen droht. &lt;br /&gt;
::* Ein kleiner &amp;quot;P&amp;quot; Wert bietet die Möglichkeit, zielsicher auf den Soll-Wert hinzuregeln. Bei kleinen Regelabweichungen funktioniert dies gut. Bei großen Abweichungen kann es allerdings &amp;quot;ewig&amp;quot; dauern, biss die Störgröße ausgeregelt ist. &lt;br /&gt;
:*Ein reiner &amp;quot;P&amp;quot; Regler würde sich nie exakt auf die Soll-Größe einregeln können. Als &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; wirkt hier in die Praxis die Zeitverzögerung zwischen Änderung der Stellgröße (z.B. Leerlaufventil öffnet) und der Reaktion des Ist-Wertes (Drehzahl steigt). Es muss experimentell herausgefunden werden, bis zu welchem &amp;quot;P&amp;quot; Wert die Regelung mit dieser &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; stabil läuft, ohne ins Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I wie &amp;quot;Impuls&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der I-Anteil des PID-Reglers reagiert auf den Integral-Anteil. Dies bedeutet, dass die Zeitkomponente mit hineinspielt. &lt;br /&gt;
:Je länger die Regelabweichung andauert, um so größer wird die Komponente des &amp;quot;I&amp;quot; Anteiles, die versucht gegen zu regeln.&lt;br /&gt;
*In der Praxis hat sich gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;I macht den Unterschied&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;I&amp;quot;-Faktor entscheidet in der Regel über ein gutes Ansprechverhalten der Regelung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D wie &amp;quot;Dämpfung&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der D Anteil reagiert auf die Geschwindigkeit der Änderung. D.d. je schneller sich die Störgröße ändert (z.B. Drehzahl bricht ein), um so stärker reagiert die &amp;quot;D&amp;quot; Komponente.&lt;br /&gt;
*In der Praxis zeigt sich, dass &amp;quot;D&amp;quot; eine Dämpfende Wirkung auf die Regelung hat. D.h. ein kleiner Wert für &amp;quot;D&amp;quot; im Bereich von 1-5 reicht oft schon aus, um die Regelung zu beruhigen und stabil zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung==&lt;br /&gt;
*Um für PID eine Grundeinstellung zu finden, hilft vielleicht folgende Anleitung:&lt;br /&gt;
:# &amp;quot;I&amp;quot; sehr klein einstellen (z.B.1), &amp;quot;D&amp;quot; auf Null stellen.&lt;br /&gt;
:# Vergrößere &amp;quot;P&amp;quot;, bis die Regelung anfängt zu schwingen (z.B. Lambdawert schwankt wild hin und her, Leerlauf fängt an zu &amp;quot;sägen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:# Stelle &amp;quot;P&amp;quot; auf 50% dieses kritischen Wertes.&lt;br /&gt;
:# Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; so lange, bis die Regelung eine gute Impulsantwort hat. Wenn die Regelung anfängt zu Schwingen, ist &amp;quot;I&amp;quot; zu groß.&lt;br /&gt;
:# Zu guter Letzt füge etwas &amp;quot;P&amp;quot; hinzu, um etwas Dämpfung im System zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Für Geschlossene Ladedruckregelung (CL Boost Control) soll laut einiger User o.g. Einstellanweisung nicht funktionieren.  &lt;br /&gt;
::(Entsprechende Einstellanleitungen bitte ergänzen...)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=263</id>
		<title>PID-Regler</title>
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		<updated>2012-08-07T20:34:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist ein PID-Regler?==&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnen einem sehr oft in der Steuerungstechnik.&lt;br /&gt;
Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathematisch) dahinter verbirgt, dem sei der [http://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler Wikipedia-Artikel zum Thema PID-Regler] empfohlen. Daher hier mal die gänzlich unwissenschaftliche Beschreibung:&lt;br /&gt;
==PID+Megasquirt=?==&lt;br /&gt;
In der Megasquirt begegnet einem die PID Regelung ab der MS2. Grundsätzlich finden sich PID Regler in drei Bereichen innerhalb der Einstelloptionen:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EGO-Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lambdaregelung ab der MS2 bietet einem die Möglichkeit, das Regelverhalten über PID abzustimmen&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL Idle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auch die Steuerung des Leerlaufventiles (egal ob PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; oder IAC Schrittmotor) erfolgt über eine PID Regelschleife&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Boost Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Neben der reinen Antaktung des Wastegateventiles in Abhängigkeit von Gaspedalstellung (TPS) und Drehzahl (RPM) gibt es auch die Möglichkeit, Ladedruck per PID Regler auf einen &amp;quot;Wunsch-Ladedruck&amp;quot; einregeln zu lassen.&lt;br /&gt;
==P: Der Proportional-Anteil==&lt;br /&gt;
*Die P-Komponente des PID-Reglers ist so etwas wie die Ur-Form einer Regelung. Sie funktioniert &amp;quot;Proportional&amp;quot;:&lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert kleiner als Sollwert, vergrößere Regelgröße. &lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert größer als Sollwert, verkleinere Regelgröße.&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie man sich vorstellen kann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hat dieses System Grenzen:&lt;br /&gt;
::* Ein großer &amp;quot;P&amp;quot;-Wert ermöglicht es der Regelung, bei großen Abweichungen schnell gegen zu regeln. Nachteil: Der Regler neigt zum &amp;quot;Überschwingen&amp;quot;, da er mit dieser Einstellung permanent über das Ziel hinauszuschießen droht. &lt;br /&gt;
::* Ein kleiner &amp;quot;P&amp;quot; Wert bietet die Möglichkeit, zielsicher auf den Soll-Wert hinzuregeln. Bei kleinen Regelabweichungen funktioniert dies gut. Bei großen Abweichungen kann es allerdings &amp;quot;ewig&amp;quot; dauern, biss die Störgröße ausgeregelt ist. &lt;br /&gt;
:*Ein reiner &amp;quot;P&amp;quot; Regler würde sich nie exakt auf die Soll-Größe einregeln können. Als &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; wirkt hier in die Praxis die Zeitverzögerung zwischen Änderung der Stellgröße (z.B. Leerlaufventil öffnet) und der Reaktion des Ist-Wertes (Drehzahl steigt). Es muss experimentell herausgefunden werden, bis zu welchem &amp;quot;P&amp;quot; Wert die Regelung mit dieser &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; stabil läuft, ohne ins Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I wie &amp;quot;Impuls&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der I-Anteil des PID-Reglers reagiert auf den Integral-Anteil. Dies bedeutet, dass die Zeitkomponente mit hineinspielt. &lt;br /&gt;
:Je länger die Regelabweichtung andauert, um so größer wird die Komponente des &amp;quot;I&amp;quot; Anteiles, die versucht gegen zu regeln.&lt;br /&gt;
*In der Praxis hat sich gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;I macht den Unterschied&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;I&amp;quot;-Faktor entscheidet in der Regel über ein gutes Anprechverhalten der Regelung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D wie &amp;quot;Dämpfung&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der D Anteil reagiert auf die Geschwindigkeit der Änderung. D.d. je schneller sich die Störgröße ändert (z.B. Drehzahl bricht ein), um so stärker reagiert die &amp;quot;D&amp;quot; Komponente.&lt;br /&gt;
*In der Praxis zeigt sich, dass &amp;quot;D&amp;quot; eine Dämpfende Wirkung auf die Regelung hat. D.h. ein kleiner Wert für &amp;quot;D&amp;quot; im Bereich von 1-5 reicht oft schon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung==&lt;br /&gt;
*Um für PID eine Grundeinstellung zu finden, hilft vielleicht folgende Anleitung:&lt;br /&gt;
:# &amp;quot;I&amp;quot; sehr klein einstellen (z.B.1), &amp;quot;D&amp;quot; auf Null stellen.&lt;br /&gt;
:# Vergrößere &amp;quot;P&amp;quot;, bis die Regelung anfängt zu schwingen (z.B. Lambda eiert wild hin und her, Leerlauf fängt an zu &amp;quot;sägen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:# Stelle &amp;quot;P&amp;quot; auf 50% dieses kritischen Wertes.&lt;br /&gt;
:# Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; so lange, bis die Regelung eine gute Impulsantwort hat. Wenn die Regelung anfängt zu Schwingen, ist &amp;quot;I&amp;quot; zu groß.&lt;br /&gt;
:# Zu guter Letzt füge etwas &amp;quot;P&amp;quot; hinzu, um etwas Dämpfung im System zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Für Geschlossene Ladedruckregelung (CL Boost Control) soll laut einiger User o.g. Einstellanweisung nicht funktionieren.  &lt;br /&gt;
::(Entsprechende Einstellanleitungen bitte ergänzen...)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=262</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=262"/>
		<updated>2012-08-07T20:32:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;OFF&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warmup only&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed loop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ausser der Option &amp;quot;OFF&amp;quot; natürlich) ist gemeinsam, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen. Erfahrungsgemäß kann man hier 2-5% mehr Öffnung vorgeben, als unter gleichen Bedingungen im Leerlauf eingestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Vorbereitungen für Closed loop) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die geschlossene Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
*Darüber hinaus solltest Du im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus schon einige Erfahrungen gesammelt haben. Du solltest schon soweit sein, dass dein Ventil tut was es soll (bei 100% voll geöffnet und bei 0% geschlossen sein beispielsweise), Du solltest schon die richtige Ansteuerfrequenz für die &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; herausgefunden haben usw.&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
==Grundbedingung: CL Idle Indikator==&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Um zu überprüfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ob die Leerlaufregelung wirklich anspringt, findest Du in der unteren Indikatorzeile in TunerStudio/Megatune einen &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (siehe Ablaufdiagramm oben rechts). Sobald die Bedingungen für Leerlaufregelung erfüllt sind, leuchtet dieser Indikator auf. Die entsprechenden Konditionen, die hierfür erfüllt sein müssen findest du im Ablaufdiagramm. &lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
==Einstellung der Grundparameter für die Leerlaufregelung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler PID] settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in mehrehen Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot decay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler PID] Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des bei&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestellten Wertes regelt der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler geschlossenen PID Regelkreises] von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Leerlaufregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Jetzt hält der  [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler PID Regelkreis] die Leerlaufdrezahl konstant.&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstell-Hilfe für PID&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.megasquirt.de/wiki/index.php/PID-Regler Folge diesem Link]&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleine Helferlein von GSlender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die modifizierte Software bietet zusätzlich eine Leerlaufstabilisierung über die Zündverstellung&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(to be continued...)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=261</id>
		<title>PID-Regler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=PID-Regler&amp;diff=261"/>
		<updated>2012-08-07T20:29:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: Die Seite wurde neu angelegt: „==Was ist ein PID-Regler?== Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnen einem sehr oft in der Steuerungstechnik. Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathemat…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Was ist ein PID-Regler?==&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;quot;PID-Regler&amp;quot;  begegnen einem sehr oft in der Steuerungstechnik.&lt;br /&gt;
Wer es ganz genau wissen möchte was sich (mathematisch) dahinter verbirgt, dem sei der [http://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler Wikipedia-Artikel zum Thema PID-Regler] empfohlen. Daher hier mal die gänzlich unwissenschaftliche Beschreibung:&lt;br /&gt;
==PID+Megasquirt=?==&lt;br /&gt;
In der Megasquirt begegnet einem die PID Regelung ab der MS2. Grundsätzlich finden sich PID Regler in drei Bereichen innerhalb der Einstelloptionen:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EGO-Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Lambdaregelung ab der MS2 bietet einem die Möglichkeit, das Regelverhalten über PID abzustimmen&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL Idle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Auch die Steuerung des Leerlaufventiles (egal ob PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; oder IAC Schrittmotor) erfolgt über eine PID Regelschleife&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Boost Control&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Neben der reinen Antaktung des Wastegateventiles in Abhängigkeit von Gaspedalstellung (TPS) und Drehzahl (RPM) gibt es auch die Möglichkeit, Ladedruck per PID Regler auf einen &amp;quot;Wunsch-Ladedruck&amp;quot; einregeln zu lassen.&lt;br /&gt;
==P: Der Proportional-Anteil==&lt;br /&gt;
*Die P-Komponente des PID-Reglers ist so etwas wie die Ur-Form einer Regelung. Sie funktioniert &amp;quot;Proportional&amp;quot;:&lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert kleiner als Sollwert, vergrößere Regelgröße. &lt;br /&gt;
:*Falls Ist-Wert größer als Sollwert, verkleinere Regelgröße.&lt;br /&gt;
:::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie man sich vorstellen kann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hat dieses System Grenzen:&lt;br /&gt;
::* Ein großer &amp;quot;P&amp;quot;-Wert ermöglicht es der Regelung, bei großen Abweichungen schnell gegen zu regeln. Nachteil: Der Regler neigt zum &amp;quot;Überschwingen&amp;quot;, da er mit dieser Einstellung permanent über das Ziel hinauszuschießen droht. &lt;br /&gt;
::* Ein kleiner &amp;quot;P&amp;quot; Wert bietet die Möglichkeit, zielsicher auf den Soll-Wert hinzuregeln. Bei kleinen Regelabweichungen funktioniert dies gut. Bei großen Abweichungen kann es allerdings &amp;quot;ewig&amp;quot; dauern, biss die Störgröße ausgeregelt ist. &lt;br /&gt;
:*Ein reiner &amp;quot;P&amp;quot; Regler würde sich nie exakt auf die Soll-Größe einregeln können. Als &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; wirkt hier in die Praxis die Zeitverzögerung zwischen Änderung der Stellgröße (z.B. Leerlaufventil öffnet) und der Reaktion des Ist-Wertes (Drehzahl steigt). Es muss experimentell herausgefunden werden, bis zu welchem &amp;quot;P&amp;quot; Wert die Regelung mit dieser &amp;quot;Dämpfung&amp;quot; stabil läuft, ohne ins Schwingen zu geraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I wie &amp;quot;Impuls&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der I-Anteil des PID-Reglers reagiert auf den Integral-Anteil. Dies bedeutet, dass die Zeitkomponente mit hineinspielt. &lt;br /&gt;
:Je länger die Regelabweichtung andauert, um so größer wird die Komponente des &amp;quot;I&amp;quot; Anteiles, die versucht gegen zu regeln.&lt;br /&gt;
*In der Praxis hat sich gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;I macht den Unterschied&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;I&amp;quot;-Faktor entscheidet in der Regel über ein gutes Anprechverhalten der Regelung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D wie &amp;quot;Dämpfung&amp;quot;==&lt;br /&gt;
*Der D Anteil reagiert auf die Geschwindigkeit der Änderung. D.d. je schneller sich die Störgröße ändert (z.B. Drehzahl bricht ein), um so stärker reagiert die &amp;quot;D&amp;quot; Komponente.&lt;br /&gt;
*In der Praxis zeigt sich, dass &amp;quot;D&amp;quot; eine Dämpfende Wirkung auf die Regelung hat. D.h. ein kleiner Wert für &amp;quot;D&amp;quot; im Bereich von 1-5 reicht oft schon aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==PID Grundeinstellung==&lt;br /&gt;
*Um für PID eine Grundeinstellung zu finden, hilft vielleicht folgende Anleitung:&lt;br /&gt;
:#I sehr klein einstellen (z.B.1), &amp;quot;D&amp;quot; auf Null stellen.&lt;br /&gt;
:#Vergrößere &amp;quot;P&amp;quot;, bis die Regelung anfängt zu schwingen (z.B. Lambda eiert wild hin und her, Leerlauf fängt an zu &amp;quot;sägen&amp;quot;)&lt;br /&gt;
:#Stelle &amp;quot;P&amp;quot; auf 50% dieses kritischen Wertes.&lt;br /&gt;
:#Erhöhe &amp;quot;I&amp;quot; so lange, bis die Regelung eine gute Impulsantwort hat. Wenn die Regelung anfängt zu Schwingen, ist &amp;quot;I&amp;quot; zu groß.&lt;br /&gt;
:#Zu guter Letzt füge etwas &amp;quot;P&amp;quot; hinzu, um etwas Dämpfung im System zu bekommen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=260</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=260"/>
		<updated>2012-08-07T19:46:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;OFF&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warmup only&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed loop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ausser der Option &amp;quot;OFF&amp;quot; natürlich) ist gemeinsam, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen. Erfahrungsgemäß kann man hier 2-5% mehr Öffnung vorgeben, als unter gleichen Bedingungen im Leerlauf eingestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Vorbereitungen für Closed loop) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die geschlossene Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
*Darüber hinaus solltest Du im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus schon einige Erfahrungen gesammelt haben. Du solltest schon soweit sein, dass dein Ventil tut was es soll (bei 100% voll geöffnet und bei 0% geschlossen sein beispielsweise), Du solltest schon die richtige Ansteuerfrequenz für die &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; herausgefunden haben usw.&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
==Grundbedingung: CL Idle Indikator==&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Um zu überprüfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ob die Leerlaufregelung wirklich anspringt, findest Du in der unteren Indikatorzeile in TunerStudio/Megatune einen &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (siehe Ablaufdiagramm oben rechts). Sobald die Bedingungen für Leerlaufregelung erfüllt sind, leuchtet dieser Indikator auf. Die entsprechenden Konditionen, die hierfür erfüllt sein müssen findest du im Ablaufdiagramm. &lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
==Einstellung der Grundparameter für die Leerlaufregelung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in mehrehen Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot decay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des bei&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestellten Wertes regelt der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Leerlaufregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Jetzt hält der PID-Regelkreis die Leerlaufdrezahl konstant.&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstell-Hilfe für PID&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: To be continued...&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleine Helferlein von GSlender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die modifizierte Software bietet zusätzlich eine Leerlaufstabilisierung über die Zündverstellung&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(to be continued...)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=259</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=259"/>
		<updated>2012-08-07T19:28:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;OFF&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warmup only&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed loop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ausser der Option &amp;quot;OFF&amp;quot; natürlich) ist gemeinsam, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen. Erfahrungsgemäß kann man hier 2-5% mehr Öffnung vorgeben, als unter gleichen Bedingungen im Leerlauf eingestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren (CL Idle) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die geschlossene Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in mehrehen Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot decay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des bei&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestellten Wertes regelt der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Leerlaufregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Jetzt hält der PID-Regelkreis die Leerlaufdrezahl konstant.&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstell-Hilfe für PID&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: To be continued...&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleine Helferlein von GSlender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die modifizierte Software bietet zusätzlich eine Leerlaufstabilisierung über die Zündverstellung&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(to be continued...)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=258</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=258"/>
		<updated>2012-08-07T19:28:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ausser der Option &amp;quot;OFF&amp;quot; natürlich) ist gemeinsam, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen. Erfahrungsgemäß kann man hier 2-5% mehr Öffnung vorgeben, als unter gleichen Bedingungen im Leerlauf eingestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren (CL Idle) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die geschlossene Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in mehrehen Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot decay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des bei&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestellten Wertes regelt der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Leerlaufregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Jetzt hält der PID-Regelkreis die Leerlaufdrezahl konstant.&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstell-Hilfe für PID&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: To be continued...&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleine Helferlein von GSlender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die modifizierte Software bietet zusätzlich eine Leerlaufstabilisierung über die Zündverstellung&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(to be continued...)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Versions%C3%BCbersicht&amp;diff=257</id>
		<title>Versionsübersicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Versions%C3%BCbersicht&amp;diff=257"/>
		<updated>2012-08-06T19:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MS1? MS2?? V2.2? V3.57SMD?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Was bedeutet das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mainboard (Hauptplatine)=&lt;br /&gt;
Megasquirt ist eine frei Programmierbare Motorsteuerung, je nach Ausbaustufe und Hardware umfasst diese neben Einspritzung auch Zündsteuerung auch andere Diverse Ansteuerungen. Z.B. Leerlaufregelung über Ventile, Ladedruckregelung oder Zusatzeinspritzungen (Lachgas, Wasser/Ethanol). Dadurch dass die Megasquirt über die Jahre weiterentwickelt wurde, gibt es unterschiedliche Platinen sowie diverse Nachbauten von anderen Herstellern. Die derzeit aktuelle offizielle Platinenversion ist 3.0 sowie 3.57 in SMD Bauweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Megasquirt Projekt ist bis zur MS2 Open Source, unterliegt jedoch wie andere Quell offenen Projekten auch [http://www.megamanual.com/copy.htm Lizenzbestimmungen]. Diese schränken unter anderem den kommerziellen Vertrieb, sowie die Nutzung der Software ein. Ab MS3 scheint sich das Projekt von der Idee einer quell offenen Motorsteuerung entfernen zu wollen, jedoch ist seit Oktober 2011 eine mittlerweile veraltete Version des Quellcodes der MS3 Firmware veröffentlicht worden, was etwas Grund zur Hoffnung der Weiterführung des Open Source Gedankens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mainboard V1.01=== &lt;br /&gt;
[http://www.bgsoflex.com/v1/gerbers_v1.0.pdf  Mainboard V1] stellt grundlegende Funktionen bereit, um durch &amp;quot;abgreifen&amp;quot; des Drehzahlsignales Einspritzdüsen anzutakten und somit einen Motor mit einer frei programmierbaren Einspritzsteuerung auszustatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mainboard V2.2=== &lt;br /&gt;
[http://www.bgsoflex.com/v22/msv22.html Boardversion 2.2] ist vom Schaltungsaufbau baugleich mit der [http://www.mini-ms.com/ Mini-MS]. Sie bietet schon einen Ausgang für das Ford-FIDLE Leerlauf Regelventil. Außerdem können die Düsen mit pulsweitenmoduliert getakteter Spannung angesteuert werden, damit können auch niederohmige Einspritzdüsen ohne Vorwiderstand betrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mainboard V3.0=== &lt;br /&gt;
[[Bild:MS2_V3.jpg|miniatur|MS2 V3|Bild einer MS2 mit V3 Board &amp;quot;In Action&amp;quot; beim Abstimmen der VR Potis]] &lt;br /&gt;
[http://www.megamanual.com/ms2/pcb.htm Version 3.0] ist die derzeit aktuellste und verbreitetste Version: Es handelt sich um eine Platine in konventioneller through-hole-Technik (Widerstand durchstecken, anlöten, abkneifen), diese Platine gibt es als Bausatz und kann auch ohne SMD Löterfahrung relativ einfach aufgebaut werden. Das V3.0 Board bietet zusätzlich zum V2.2 Board eine Auswerteschaltung für einen Induktiv-Drehzahlsenor (VR Sensor). Das Board besteht aus 4 Kupfer Layern, dies soll Störungen minimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mainboard V3.57===&lt;br /&gt;
Bei [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#layout35 Variante3.57] handelt es sich zu einer zum Board V3.0 elektronisch identischen Version der aktuellen Hauptplatine. Besonderheit ist, dass diese Variante in SMD Technik bestückt wurde und nur als Fertiggerät erhältlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=CPU=&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen &amp;quot;MS1&amp;quot; &amp;quot;MS2&amp;quot; und &amp;quot;MS3&amp;quot; beziehen sich auf die in der jeweiligen MS verwendeten CPU. Der MS1 Prozessor ist eine schon recht betagte 8 Bit CPU. Die Entwicklung der MS-Firmware hierfür ist inzwischen abgeschlossen, während für MS2 und MS3 nach wie vor in regelmäßigen Abständen aktualisierte Softwareversionen erscheinen.&lt;br /&gt;
Die MS2 ist ein SMD Prozessor auf einem Adapterboard, das man anstelle des MS1 Prozessors in ein 2.2/3.0/3.57 Board stecken kann.&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Extra Codes für den MS2 Prozessor ist kurz vorm Ende, da der Speicher der CPU für mehr nicht mehr ausreicht.&lt;br /&gt;
MS3 ist ebenfalls ein Adapterboard, das man in jedes 3.0 etc. Board stecken kann. Der MS3 Prozessor ist eine Dual Core CPU mit nochmahls mehr Performance als die MS2.&lt;br /&gt;
Um Auf MS3 umzubauen zu können braucht man ein anderes Alugehäuse (ist höher, hat SD-Karten Schlitz) und evtl noch das &amp;quot;Expansion Board&amp;quot;. Auf diesem befinden sich weitere Zünd- und Düsen-Treiberendstufen.&lt;br /&gt;
Technisch gesehen unterscheiden sich die drei Versionen im Detail wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===MS1===&lt;br /&gt;
In der ersten Generation kamen 8-Bit Prozessoren mit vom Typ Motorola 68HC908 zum Einsatz, dieser wird mit 8 Mhz getaktet und verfügt über 32 kB Flash Speicher. Das ist der Prozessor, den man als  &amp;quot;Megasquirt I&amp;quot; bezeichnet. Dieser Prozessor kann als veraltet angesehen werden, wird jedoch aufgrund der einfacheren Einstellungen auch heute immer noch gerne für eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===MS2===&lt;br /&gt;
Später wurde ein Daughterboard mit dem MC9S12 Prozessor entwickelt. Mit diesem Daughterboard ließen sich vorhandene Geräte durch Austausch des MS1 CPU Moduls zu einer &amp;quot;Megasquirt II&amp;quot; aufrüsten. Der MC9S12 ist ein 16-Bit Prozessor, die Taktrate liegt bei 24 Mhz und hat einen 128 kb großen Flash Speicher. Gegenüber dem MS1 Prozessor steht somit deutlich mehr Leistung und Speicher zur Verfügung, wodurch in die Software einiges mehr an Funktionsumfang bereit gestellt werden kann. In der Praxis resultieren daraus feiner aufgelöste Kennfelder, mehr Ansteuerungsmöglichkeiten und mehr Eingänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===MS3===&lt;br /&gt;
Neueste CPU im Bundle ist die &amp;quot;Megasquirt III&amp;quot; : Es kommt eine Motorola CPU vom Typ MC9S12XEP100MAL zum Einsatz, welcher mit 50 Mhz Takt und 1024 kB Flash + 32 kB Data Flash ausgestattet ist. Vorteil sind der wesentlich größerer Funktionsumfang und mehr Features, durch den größeren Speicher und mehr Datenleitungen ist es möglich SD-Karten anzubinden um direkt mit dem Geräte Daten während der Fahrt aufzuzeichnen. Die Kennfelder sind nochmals gegenüber dem MS2 Prozessor feiner aufgelöst, zudem bietet die MS3 von Haus aus voll sequentielle Einspritzung bei entsprechender Treiber Bestückung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Software=&lt;br /&gt;
Ohne die entsprechende Software (&amp;quot;Firmware&amp;quot;) weiss der Prozessor der Megasquirt nicht, was er zu tun hat.&lt;br /&gt;
Es gibt im Wesentlichen zwei Quellen für die Firmware.&lt;br /&gt;
===B&amp;amp;G Code===&lt;br /&gt;
Die beiden US Amerikanischen Ingenieure Bowling und Grippo gelten als Urväter der Megasquirt. Sie haben das Projekt aus der Taufe gehoben und zeichnen für die Hardware der Megasquirt-Boards verantwortlich. Natürlich bieten sie auch eine hierzu passende Software an, die gemeinhin als &amp;quot;B&amp;amp;G Code&amp;quot; bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
Die B&amp;amp;G Firmware für die MS1 konnte nur die Gemischaufbereitung steuern, ab MS2 kann die B&amp;amp;G-eigene Firmware auch die Zündung steuern. &lt;br /&gt;
===Extra-Code===&lt;br /&gt;
Ein paar Enthusiasten entwickelten parallel zum B&amp;amp;G Code &amp;quot;MS Extra&amp;quot;-Firmware, diese ermöglicht auch auf einer MS1 eine Kennfeldzündung. Gegenüber der Ursprungssoftware von B&amp;amp;G wurde die Genauigkeit (z.B. mehr Stützstellen in den Kennfeldern) erhöht, sowie zusätzliche Features implementiert. Die MSextra Software verfügt zudem über reinen eigenen Bootloader, welcher das Update der Software im Gegensatz zum B&amp;amp;G Code ohne öffnen des Steuergerätes (Boot-Jumper) über das Datenkabel ermöglicht. Der MSExtra Code kann als die aktuellste Software bezeichnet werden, dies ist die am weitest entwickelte Firmware für MS1 und MS2 sowie die einzig verfügbare Software für den MS3 Prozessor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=MS-Derivate=&lt;br /&gt;
Es gibt abweichend zu der original von B&amp;amp;G Entwickelten Platinenversionen Derivate, diese weichen zum Teil sehr stark vom Platinenlayout der &amp;quot;offiziellen&amp;quot; Versionen ab. Der Funktionsumfang hängt entsprechend an dem Prozessor und der verwendeten Firmware, sowie der Beschaltung und event. zusätzlichen Beschaltungsmöglichkeiten der Platine ab. Jedoch kann im Grunde keine Variante mehr oder weniger als das was der Prozessor und Software vorgibt, jedoch kann das Layout zusätzliche Funktionen durch schlechte Zugänglichkeit der Ein-/Ausgänge, schlechte Dokumentation und fehlenden Schaltplänen erschweren. Grundsätzlich versuchen die meisten Derivate eine sauber aufgebaute Megasquirt für die schnelle Inbetriebnahme zu liefern, mit dem Nachteil dass dem Anwender nachträgliche Änderungen wie diese auf dem V3 Board leicht möglich sind erschwert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===UMC===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ultimativer Motor Controller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;quot;Garagentorsteuerung&amp;quot; genannt wird von [http://no-limits-motorsport.de No Limits Motorsport] vertrieben, diese beinhaltet einen MS2 Prozessor und wird in SMD Bauweise aufgebaut. Die UMC gibt es aktuell in zwei Versionen, die UMC 1 und UMC 2. Die UMC 2 gibt es im Gegensatz zu der UMC 1 nicht als Bausatz, dafür verfügt die UMC 2 über 4 Düsen-/Zündtreiber, sowie über einen USB Anschluss. Die UMC gibt es ohne Gehäuse oder im Gehäuse, zusätzlich wird auch ein Bluetooth-Modul für die Drahtlose Programmierung angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===miniMS===&lt;br /&gt;
[http://www.mini-ms.com http://www.mini-ms.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die miniMS basiert auf der Platine Ver. 2.2 kombiniert mit Relais und Sicherungen für Benzinpumpe,Einspritzdüsen und Kaltstartventil(On/Off).&lt;br /&gt;
Desweiteren ist sie ausgestattet mit einem 23 Pol. Amp Superseal Stecker.&lt;br /&gt;
Der Schaltplan und die sonstigen Bauteile sind Identisch zur Ver.2.2 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Microsquirt===&lt;br /&gt;
[http://www.microsquirt.info/ Kompaktes Fertiggerät] vergleichbar mit einer MS2 von den Megasquirt Erfindern Bowling&amp;amp;Grippo. Sinnvoll bei beengten Platzbedingungen (im Motorad, am Aufsitzmäher o.ä.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Microsquirt-Module===&lt;br /&gt;
Vom Prinzip her eine [http://www.microsquirtmodule.com/index.htm Microsquirt-Platine (ohne Gehäuse)] mit den Grundfunktionen.&lt;br /&gt;
Diese Platine ist Herzstück der [http://www.megasquirtpnp.com/ &amp;quot;DIY Plug and Play&amp;quot; Motorsteuerung], ebenfalls von B&amp;amp;G. Gemäß dem Lizenzgedanken soll sich jeder (auch komerzielle Anbieter) unter Zuhilfenahmer dieser Platine seine individuelle Hauptplatine mit allen erforderlichen Treibern und Schnittstellen designen können, um somit &amp;quot;seine eigene&amp;quot; MS2 Version anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===KDFI===&lt;br /&gt;
Die KDFI wird von der Firma [http://www.k-data.org k-data] vertrieben, diese Steuerung baut auf einem MS2 Prozessor auf und wird in SMD Bauweise hergestellt. Die KDFI war das soweit bekannt erste in Deutschland hergestellte Fertiggerät, dabei wurde besonders Wert auf viele Anschlussmöglichkeiten gelegt. Die KDFI hat daher im Gegensatz zu den DIY-Geräten oder anderen Derivaten eine sehr breit gefächerte Beschaltung, so dass die meisten mit dem MS2-Prozessor möglichen Steuerungen ausgereizt werden können. Die Platine verfügt zudem über einen Steckplatz für einen JAW Breitband-Lamda-Controller, hat USB sowie mehrere Plätze für Leistungstreiber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==MSS RX Controller==&lt;br /&gt;
Der Mss RX Controler [http://www.mss-motormanagement.de/html/mss_rx_controller.html] wird von der Firma MSS Motor-Sport-Service vertrieben [http://kaefer.motor-sport-service.de]&lt;br /&gt;
er basiert auf dem MS2 Prozessor (9S12c64), hat 4 Düsen, 4 Zündtreiber, eine RS 232 sowie eine USB Schnittstelle und als besonderheit eine Ansteuerung von 4 Draht Stepper LLR&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:MS2_V3.jpg&amp;diff=256</id>
		<title>Datei:MS2 V3.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:MS2_V3.jpg&amp;diff=256"/>
		<updated>2012-08-06T19:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=255</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=255"/>
		<updated>2012-08-05T15:09:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in mehrehen Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot decay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des bei&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestellten Wertes regelt der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Leerlaufregelung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Jetzt hält der PID-Regelkreis die Leerlaufdrezahl konstant.&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einstell-Hilfe für PID&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: To be continued...&lt;br /&gt;
:* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleine Helferlein von GSlender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die modifizierte Software bietet zusätzlich eine Leerlaufstabilisierung über die Zündverstellung&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(to be continued...)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=254</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
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		<updated>2012-08-05T15:02:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=253</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=253"/>
		<updated>2012-08-05T14:58:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Aller Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft. Bei kaltem Motor muss das LL Ventil meist weiter öffnen, bei warmem Motor kann es dann schließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=252</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=252"/>
		<updated>2012-08-05T14:56:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des Ventils separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel Gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Diesen Wert wirst Du also schon bei deinen allerersten Startversuchen mit der MS einstellen müssen. &lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Alles Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=251</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=251"/>
		<updated>2012-08-05T14:54:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden nicht unterstützt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des ventiles separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Alles Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Dies betrifft derzeit alle MS2extra release Codeversionen, da sie beim Eintritt in die Leerlaufregelung jeweils auf den &amp;quot;Letzten funktionierenden Wert&amp;quot; der Leerlaufregelung zurückgreifen. Und dieses System kommt bisweilen an seine Grenzen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mal angenommen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=250</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=250"/>
		<updated>2012-08-05T14:50:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden nicht unterstützt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des ventiles separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Alles Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventils erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl+RPM Adder (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closed Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Mal angenommen, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=249</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=249"/>
		<updated>2012-08-05T14:46:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden nicht unterstützt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des ventiles separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Alles Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweist. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
[[Bild:Initial_value.png|miniatur|&amp;quot;Initial Value&amp;quot; Tabelle im GSlender Code. Sie legt fest, mit welcher Öffnung das Leerlauf-Ventil in die Leerlaufregelung je nach Ansaugtemp und Ziel-Drehzahl einsteigt.]]&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingang erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes system&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventiles erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closes Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Mal angenommen, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: Pigga lud eine neue Version von „Datei:CL Idle Modes.png“ hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=246"/>
		<updated>2012-08-05T14:39:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, bietet die MS verschiedene Möglichkeiten der Steuerung/Regelung:&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden nicht unterstützt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des ventiles separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Alles Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweis. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingang erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes system&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventiles erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closes Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Mal angenommen, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=245</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=245"/>
		<updated>2012-08-05T14:38:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, sind folgende Schritte notwendig.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leerlauf einstellen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Motor muss betriebswarm sein&lt;br /&gt;
* Leerlaufregelung ausschalten (oder Leerlaufsteller abziehen)&lt;br /&gt;
* Leerlaufdrehzahl ca. 100/min UNTER dem Sollwert an der Drosselklappe einstellen&lt;br /&gt;
* Leerlaufregelung wieder aktivieren und so einstellen, dass die Solldrehzahl erreicht ist&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden nicht unterstützt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des ventiles separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Alles Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweis. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Probleme in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heißt: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemisch leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
*Wie eingang erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes system&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichung hier rechts ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wozu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Beschreibung im Folgenden bezieht sich teilweise schon auf die modifizierte Firmware von G.Slender, die über wesentliche Verbesserungen der Leerlaufstabilisierung verfügt. Für weitere Informationen und (englischsprachige) Dokumentationen dieser Firmware [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 folge bitte diesem Link]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle valve Open&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle Valve Closed&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du unter &amp;quot;Closed loop valve settings&amp;quot; den minimal- und Maximalwert ein, in dem sich die Leerlaufregelung bewegen wird. Versuche hier durch Probieren im Modus &amp;quot;Warmup only&amp;quot; (s.o.) sinnvolle Werte zu finden. Als Minimalwert reicht eine Position, bei der der Motor nur noch mit 500UPM herumhustet. Als Maximalwert reicht ein Wert, bei dem der Motor 2000RPM dreht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Als nächstes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellst Du unter &amp;quot;Closed Loop Idle PID settings&amp;quot;  die entsprechenden Drehzahlwerte ein, die bei betriebswarmem Motor bei der entsprechenden Position des Leerlaufventiles erreicht werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idle activation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; RPM Adder und TPS treshold: Leerlaufregelung wird erst aktiv, wenn TPS kleiner als dieser Wert und die Drehzahl niedriger als momentane Ziel-Drehzahl (siehe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Closes Loop Idle Target RPM Curve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist. Hier gilt: So knapp wie möglich einstellen. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daspot-Adder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;quot;Zuschlag&amp;quot; auf den Anfangswert. Bei den Release-Versionen der MS &amp;quot;merkt&amp;quot; sich die Steuerung den letzten, funktionierenden Wert der Leerlaufregelung. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] wird hier eine &amp;quot;Initial Value Table&amp;quot; verwendet (siehe im Ablaufdiagramm unten rechts). Beiden Versionen ist gemeinsam, dass beim wieder-Einstieg in die Leerlaufregelung dieser Wert zur eigentlichen Position des Leerlaufventiles hinzuaddiert wird. Grund ist, dass die Leerlaufregelung immer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039; der Ziel-Drehzahl in de LL Regelung einsteigen muss, um sich dann auf die Zieldrehzahl hinzuregeln. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dieses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;hinregeln&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; funktioniert in 2 Stufen:&lt;br /&gt;
#Zunächst greift der Daspot decay: Der &amp;quot;Daspot&amp;quot;-Wert wird ausgehend vom Grundwert (Im Diagramm-Beispiel sind es 2,3%) bei jedem Durchlauf der Leerlauf-Regelungs-Schleife verringert. &amp;quot;Dynamic Daspot Decay&amp;quot; bedeutet, dass der Aktuelle RPMdot-Wert hiermit einbezogen wird. Sprich: Je stabiler die Drehzahl (d.h. je kleiner RPMdot), desot schneller wird der Daspot wert &amp;quot;herunter gezählt&amp;quot;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Delay&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist abgelaufen: Jetzt nimmt die MS die aktuelle Drehzahl und vergleicht sie mit der Target RPM Zieldrehzahl. In der Zeitspanne des&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramp to target&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wertes regelt verringert der Code jetzt die Ziel-Drehzahl des geschlossenen PID Regelkreises von der aktuellen Drehzahl zur Target RPM. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zu guter Letzt gibt es noch zwei Besonderheiten, die helfen sollen, dass sich die Leerlaufregelung nicht selber aussperrt. Bei der [http://msextra.com/forums/viewtopic.php?f=91&amp;amp;t=45934 GSlender-Software] kann dies nicht mehr ohne weiteres geschehen, da der Code immer den Initial Value aus dem gleichnamigen Kennfeld übernimmt. Beim MS Standard-Code hingegen wird ja der &amp;quot;Letzte funktionierende Wert&amp;quot; solange gespeichert, bis der Motor das nächste mal in die Leerlaufregelung geht.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tücken im System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Mal angenommen, Du fährst deinen Wagen bei -20°C aus der Garage. Hier wird das Leerlaufventil sehr weit öffnen müssen, damit der kalte Motor rund läuft.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jetzt fährst du&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sagen wir mal 15km über Land und kommst an die nächste Kreuzung. Da der Code jetzt den &amp;quot;letzten funktionierenden Wert&amp;quot; nehmen wird, wird der Motor wahrscheinlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;viel zu hoch drehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Somit wird die Drehzahl über der Drehzahl Target+Adder liegen und CL Idle wird nicht aktiviert werden. Dafür gibt es die&lt;br /&gt;
*Lockout-Detection. Falls also der MAP Wert über und der RPMdot Wert unter dem eingestellten Wert ist wird die Leerlaufregelung aktiviert, auch wenn die Bedingung TPS+RPM Adder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erfüllt ist. Diese Werte einzustellen erfordert etwas Feingefühl. Es gilt, dass CL Idle nicht zu früh aktiviert werden darf. Zugleich müssen diese beiden Parameter so gewählt werden, dass sein &amp;quot;Lockout&amp;quot; der Leerlaufregelung zuverlässig erkannt wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PID Disable RPMdot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Viele MS Fahrer haben in der Anfangsphase die Erfahrung gemacht, dass beim Runter schalten und ein-kuppeln (Nutzen der Motorbremse) die MS das plötzliche hoch-touren des Motors als &amp;quot;Störung des Leerlaufs&amp;quot; erkennt und entsprechend gegen regelt. Als Resultat stirbt einem dann der Motor ab. Diesen Wert solltest Du also so einstellen, dass beim Nutzen der Motorbremse der CL Idle Indikator rechtzeitig erlischt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Leerlauf_einstellen&amp;diff=244</id>
		<title>Leerlauf einstellen</title>
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		<updated>2012-08-05T14:07:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Um den Leerlauf zu stabilisieren und ruhig einzustellen, sind folgende Schritte notwendig.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leerlauf einstellen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Motor muss betriebswarm sein&lt;br /&gt;
* Leerlaufregelung ausschalten (oder Leerlaufsteller abziehen)&lt;br /&gt;
* Leerlaufdrehzahl ca. 100/min UNTER dem Sollwert an der Drosselklappe einstellen&lt;br /&gt;
* Leerlaufregelung wieder aktivieren und so einstellen, dass die Solldrehzahl erreicht ist&lt;br /&gt;
=Hardware: Welche Leerlaufregler gibt es?=&lt;br /&gt;
Bei der Leerlaufrregelung durch das Steuergerät gibt es im Wesentlichen zwei Systeme, die durch die Megasquirt unterstützt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PWM Leerlaufventil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Auch &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; genannt) &lt;br /&gt;
[[Bild:Ll_zigarre1.jpg|miniatur|LL Zigarre|Bosch PWM &amp;quot;Leerlaufzigarre&amp;quot; als Bypass zur Drosselklappe]] &amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Obwohl dies im Prinzip die verbreitetste Art der Leerlaufregelung in Europa ist, wird dies System original &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von der MS unterstützt. Um ein PWM Idle ansteuern zu können, musst Du bei der MS eine [http://www.msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Hardware.htm#Fidle Hardwaremodifikation durchführen] .&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichstrommotoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie z.B. an der Drosselklappeneinheit der Monomotronic findet (und ähnliche Sonderformen der Leerlauf-Stellmotoren) werden nicht unterstützt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IAC Stepper-Motoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hierfür bietet die MS2 einen spezielles Treiber-IC on board. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Typberatung: Welche Leerlaufregelung passt zu mir?=&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Leerlauf-Regelstrategien in den verschiedenen Softwareversionen der MS:&lt;br /&gt;
# OFF: Keine Leerlaufregelung&lt;br /&gt;
# Warmup only: Die Position des Leerlauf-Reglers richtet sich ausschließlich nach der Motortemperatur (CLT)&lt;br /&gt;
# Closed loop: Ein Regelkreis versucht &amp;quot;automatisch&amp;quot; auf die gewünschte Drehzahl einzuregeln. Diese Ziel-Drehzahl kann in Abhängigkeit von der Motortemperatur vorgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cranking PWM duty/Idle Steps==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allen Systemen gemeinsam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist, dass man für das Anlassen (Cranking) die Öffnung des ventiles separat vorgeben muss. Hier gibst Du gewissermaßen vor &amp;quot;wie viel gas&amp;quot; die MS für Dich gibt, wenn Du den Anlasser betätigst. [[Bild:Cranking_duty.png|miniatur|Cranking Duty Kurve|Öffnung des LL Ventils beim Starten abhängig von der Motortemperatur]]&lt;br /&gt;
:Beachte hierbei, dass bei weiter geöffnetem Leerlaufventil auch mehr Luft in den Motor kommt. Somit kann es nach Ändern der Werte erforderlich sein, die Kraftstoffmenge beim Anlassen (Cranking Fuel) anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Open Loop (Warmup only) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Einfachste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Leerlaufregelungen. Egal ob Du ein PWM oder ein IAC Ventil nutzt: Da Alles Anfang schwer ist, empfiehlt es sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit diesem Modus zu beginnen.  &lt;br /&gt;
[[Bild:CL_Idle_Modes.png|miniatur|Leerlaufregelungs-Optionen|Wer die Wahl hat...verschiedene LL Regelungs-Optionen in TunerStudio]]&lt;br /&gt;
:Zur Abstimmung einfach die entsprechende Tabelle (Bei der guten alten Leerlaufzigarre ist dies die Idle PWM Duty Table) so einstellen, dass der Motor bei jeder Temperatur mit der gewünschten Drehzahl rund läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps: Leerlauf stabilisieren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ganz wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Leerlaufregelung ist ein ziemlich komplexes System. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen, solltest Du soweit sein, dass Deine MS schon einen annehmbaren Leerlauf aufweis. Wenn der Motor schon im &amp;quot;Warmup only&amp;quot; Modus im Leerlauf schwankt (&amp;quot;sägt&amp;quot;) oder ständig ausgeht, versuche erst die anderen Problene in den Griff zu bekommen, bevor Du Dich an die geschlossene Leerlaufregelung wagst.&lt;br /&gt;
*Tipps hierfür sind:&lt;br /&gt;
:* VE-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
:* Spark-Table: Bereich rund um Leerlaufpunkt mit gleichen Werten füllen&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tendenziell kann es helfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um die Ziel Drehzahl herum in beide Kennfelder eine kleine &amp;quot;Rampe&amp;quot; einzubauen. Heisst: Bei niedrigeren Drehzahlen Gemisch leicht &amp;quot;fetter&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;früher&amp;quot; wählen, bei höheren Drehzahlen das Gemishc leicht &amp;quot;magerer&amp;quot; und Zündung etwas &amp;quot;später&amp;quot; wählen. Hier reagiert jeder Motor anders, aber prinzipiell kann dieser Kunstgriff helfen, den Leerlauf zu stabilisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerlaufregelung einstellen (Closed loop) ==&lt;br /&gt;
*Wie eingang erwähnt, handelt es sich bei der Leerlaufregelung um ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sehr komplexes system&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Veranschaulichtung hier mal ein Ablaufdiagramm, welches zeigt, welcher Parameter wann wazu abgefragt wird. Bedenke, dass diese Schleife 10x pro Sekunde durchlaufen wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:CL_Idle.png|miniatur|hochkant=3|Ein Ablaufdiagramm soll grob veranschaulichen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der &amp;quot;CL Idle&amp;quot; Indikator (oben rechts) grün wird und die Leerlaufregelung Ihre Arbeit aufnimmt. Zum Vergrößern bitte anklicken.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
to be continued...&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<title>Datei:CL Idle.png</title>
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		<updated>2012-08-05T14:04:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<title>Datei:Cranking duty.png</title>
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		<updated>2012-08-05T13:49:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<title>Datei:CL Idle Modes.png</title>
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		<updated>2012-08-05T13:41:48Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2012-08-05T11:37:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
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		<updated>2012-08-04T17:08:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acceleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE.png|miniatur|EAE Menue|Der Klick zum Glück: Hier kann man EAE aktivieren]] &lt;br /&gt;
EAE ist die Abkürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich der Kraftstoff auf den Kanal-Wänden in einer Art &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck  ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steigt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; also die Motorlast (Ansaugbrücken-Innendruck steigt), lagert sich mehr Kraftstoff in dieser &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ab, der (kurzzeitig) dem Motor für die Gemischbildung fehlt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotz EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschieht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben Moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventils an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag Compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor Augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Sagen wir z.B. bei 3000UPM. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das original Megamanual gibt vor, die Start- und Endpunkte der beiden Kurven ADW und SOW nicht zu verändern. Nicht alle Nutzer teilen diese Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die End-Punkte der beiden Kurven geben die maximale Anreicherung an, mit beim Gas-Geben freigesetzt wird bzw. die maximale Menge, um die beim vom-Gas-gehen kurzzeitig abgemagert wird. Falls der Motor bei mittleren Drehzahlen beim Gas-geben total überfettet, verringere den Maximalwert. Im Beispiel rechts musste der Wert auf ca. 15% verringert werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Gleiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt für die SOW Kurve. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etwas Tückisch ist, dass ADW und SOW sich gegenseitig beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man kann sich die beiden Größen wie zwei Federn vorstellen, die ein Pendel in der Nullage stabilisieren. Wenn ich die eine Seite (z.B. ADW) verändere, verändert sich damit in geringem Maße auch der korrespondierende SOW Wert. Du bist auf einem guten Weg, wenn bei mittlerer Drehzahl beim Wechsel zwischen Vollgas und &amp;quot;Leerlauf&amp;quot; (Fuß fast vom Gas) der Lambdawert kaum schwankt und Du keine Überschwinger ins &amp;quot;fette&amp;quot; oder &amp;quot;magere&amp;quot; Gemisch hast. &lt;br /&gt;
* Anschließend solltest Du versuchen, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die Form der Kurven anzupassen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die erreichst Du, indem Du durch geringe Veränderung der Gaspedalstellung die Stützstellen der ADW und SOW Kurve &amp;quot;abfährst&amp;quot;. Die Diagramme rechts können dabei als Anhaltspunkt dienen, wie sowas zum Schluss aussehen kann. &lt;br /&gt;
* Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
* Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter Letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen, oder setzte die Standard AE zum Beispiel TPS Basiert auf eine Treshold von z.B. 50%/sec. Damit unterstützt die Standard Beschleunigungsanreicherung die EAE bei heftigen Lastwechseln. &lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probiere, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<title>Datei:EAE.png</title>
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		<updated>2012-08-04T17:07:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=237</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
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		<updated>2012-08-04T17:05:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acceleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Abkürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich der Kraftstoff auf den Kanal-Wänden in einer Art &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck  ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steigt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; also die Motorlast (Ansaugbrücken-Innendruck steigt), lagert sich mehr Kraftstoff in dieser &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ab, der (kurzzeitig) dem Motor für die Gemischbildung fehlt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotz EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschieht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben Moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventils an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag Compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor Augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Sagen wir z.B. bei 3000UPM. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das original Megamanual gibt vor, die Start- und Endpunkte der beiden Kurven ADW und SOW nicht zu verändern. Nicht alle Nutzer teilen diese Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die End-Punkte der beiden Kurven geben die maximale Anreicherung an, mit beim Gas-Geben freigesetzt wird bzw. die maximale Menge, um die beim vom-Gas-gehen kurzzeitig abgemagert wird. Falls der Motor bei mittleren Drehzahlen beim Gas-geben total überfettet, verringere den Maximalwert. Im Beispiel rechts musste der Wert auf ca. 15% verringert werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Gleiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt für die SOW Kurve. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etwas Tückisch ist, dass ADW und SOW sich gegenseitig beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man kann sich die beiden Größen wie zwei Federn vorstellen, die ein Pendel in der Nullage stabilisieren. Wenn ich die eine Seite (z.B. ADW) verändere, verändert sich damit in geringem Maße auch der korrespondierende SOW Wert. Du bist auf einem guten Weg, wenn bei mittlerer Drehzahl beim Wechsel zwischen Vollgas und &amp;quot;Leerlauf&amp;quot; (Fuß fast vom Gas) der Lambdawert kaum schwankt und Du keine Überschwinger ins &amp;quot;fette&amp;quot; oder &amp;quot;magere&amp;quot; Gemisch hast. &lt;br /&gt;
* Anschließend solltest Du versuchen, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die Form der Kurven anzupassen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die erreichst Du, indem Du durch geringe Veränderung der Gaspedalstellung die Stützstellen der ADW und SOW Kurve &amp;quot;abfährst&amp;quot;. Die Diagramme rechts können dabei als Anhaltspunkt dienen, wie sowas zum Schluss aussehen kann. &lt;br /&gt;
* Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
* Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter Letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen, oder setzte die Standard AE zum Beispiel TPS Basiert auf eine Treshold von z.B. 50%/sec. Damit unterstützt die Standard Beschleunigungsanreicherung die EAE bei heftigen Lastwechseln. &lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probiere, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=236</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
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		<updated>2012-08-04T16:58:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acceleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Abkürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich der Kraftstoff auf den Kanal-Wänden in einer Art &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck  ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steigt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; also die Motorlast (Ansaugbrücken-Innendruck steigt), lagert sich mehr Kraftstoff in dieser &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ab, der (kurzzeitig) dem Motor für die Gemischbildung fehlt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotz EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschieht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben Moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventils an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag Compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor Augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Sagen wir z.B. bei 3000UPM. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das original Megamanual gibt vor, die Start- und Endpunkte der beiden Kurven ADW und SOW nicht zu verändern. Nicht alle Nutzer teilen diese Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die End-Punkte der beiden Kurven geben die maximale Anreicherung an, mit beim Gas-Geben freigesetzt wird bzw. die maximale Menge, um die beim vom-Gas-gehen kurzzeitig abgemagert wird. Falls der Motor bei mittleren Drehzahlen beim Gas-geben total überfettet, verringere den Maximalwert. Im Beispiel rechts musste der Wert auf ca. 15% verringert werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Gleiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt für die SOW Kurve. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etwas Tückisch ist, dass ADW und SOW sich gegenseitig beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man kann sich die beiden Größen wie zwei Federn vorstellen, die ein Pendel in der Nullage stabilisieren. Wenn ich die eine Seite (z.B. ADW) verändere, verändert sich damit in geringem Maße auch der korrespondierende SOW Wert. Du bist auf einem guten Weg, wenn bei mittlerer Drehzahl beim Wechsel zwischen Vollgas und &amp;quot;Leerlauf&amp;quot; (Fuß fast vom Gas) der Lambdawert kaum schwankt und Du keine Überschwinger ins &amp;quot;fette&amp;quot; oder &amp;quot;magere&amp;quot; Gemisch hast. &lt;br /&gt;
* Anschließend solltest Du versuchen, die Form der Kurven anzupassen. Die Diagramme rechts können dabei als Anhaltspunkt dienen. &lt;br /&gt;
* Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=235</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=235"/>
		<updated>2012-08-04T16:57:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acceleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Abkürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich der Kraftstoff auf den Kanal-Wänden in einer Art &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geringer das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steigt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast (Ansaugbrücken-Innendruck steigt), lagert sich mehr Kraftstoff in dieser &amp;quot;Pfütze&amp;quot; ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotz EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschieht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben Moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventils an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag Compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor Augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Sagen wir z.B. bei 3000UPM. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das original Megamanual gibt vor, die Start- und Endpunkte der beiden Kurven ADW und SOW nicht zu verändern. Nicht alle Nutzer teilen diese Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die End-Punkte der beiden Kurven geben die maximale Anreicherung an, mit beim Gas-Geben freigesetzt wird bzw. die maximale Menge, um die beim vom-Gas-gehen kurzzeitig abgemagert wird. Falls der Motor bei mittleren Drehzahlen beim Gas-geben total überfettet, verringere den Maximalwert. Im Beispiel rechts musste der Wert auf ca. 15% verringert werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Gleiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt für die SOW Kurve. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etwas Tückisch ist, dass ADW und SOW sich gegenseitig beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man kann sich die beiden Größen wie zwei Federn vorstellen, die ein Pendel in der Nullage stabilisieren. Wenn ich die eine Seite (z.B. ADW) verändere, verändert sich damit in geringem Maße auch der korrespondierende SOW Wert. Du bist auf einem guten Weg, wenn bei mittlerer Drehzahl beim Wechsel zwischen Vollgas und &amp;quot;Leerlauf&amp;quot; (Fuß fast vom Gas) der Lambdawert kaum schwankt und Du keine Überschwinger ins &amp;quot;fette&amp;quot; oder &amp;quot;magere&amp;quot; Gemisch hast. &lt;br /&gt;
* Anschließend solltest Du versuchen, die Form der Kurven anzupassen. Die Diagramme rechts können dabei als Anhaltspunkt dienen. &lt;br /&gt;
* Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=234</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=234"/>
		<updated>2012-08-04T16:53:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acceleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Abkürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geringer das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotz EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschieht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben Moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventils an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag Compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor Augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Sagen wir z.B. bei 3000UPM. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das original Megamanual gibt vor, die Start- und Endpunkte der beiden Kurven ADW und SOW nicht zu verändern. Nicht alle Nutzer teilen diese Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die End-Punkte der beiden Kurven geben die maximale Anreicherung an, mit beim Gas-Geben freigesetzt wird bzw. die maximale Menge, um die beim vom-Gas-gehen kurzzeitig abgemagert wird. Falls der Motor bei mittleren Drehzahlen beim Gas-geben total überfettet, verringere den Maximalwert. Im Beispiel rechts musste der Wert auf ca. 15% verringert werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Gleiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt für die SOW Kurve. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etwas Tückisch ist, dass ADW und SOW sich gegenseitig beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man kann sich die beiden Größen wie zwei Federn vorstellen, die ein Pendel in der Nullage stabilisieren. Wenn ich die eine Seite (z.B. ADW) verändere, verändert sich damit in geringem Maße auch der korrespondierende SOW Wert. Du bist auf einem guten Weg, wenn bei mittlerer Drehzahl beim Wechsel zwischen Vollgas und &amp;quot;Leerlauf&amp;quot; (Fuß fast vom Gas) der Lambdawert kaum schwankt und Du keine Überschwinger ins &amp;quot;fette&amp;quot; oder &amp;quot;magere&amp;quot; Gemisch hast. &lt;br /&gt;
* Anschließend solltest Du versuchen, die Form der Kurven anzupassen. Die Diagramme rechts können dabei als Anhaltspunkt dienen. &lt;br /&gt;
* Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=233</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=233"/>
		<updated>2012-08-04T16:33:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotzt EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventiles an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Minimal- und Maximalwert der Kurve sollten in etwa bei diesen Werten bleiben. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern, nicht die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Sagen wir z.B. bei 3000UPM. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das original Megamanual gibt vor, die Start- und Endpunkte der beiden Kurven ADW und SOW nicht zu verändern. Nicht alle Nutzer teilen diese Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die End-Punkte der beiden Kurven geben die maximale Anreicherung an, mit beim Gas-Geben freigesetzt wird bzw. die maximale Menge, um die beim vom-Gas-gehen kurzzeitig abgemagert wird. Falls der Motor bei mittleren Drehzahlen beim Gas-geben total überfettet, verringere den Maximalwert. Im Beispiel rechts musste der Wert auf ca. 15% verringert werden. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Gleiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gilt für die SOW Kurve. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Etwas Tückisch ist, dass ADW und SOW sich gegenseitig beeinflussen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man kann sich die beiden Größen wie zwei Federn vorstellen, die ein Pendel in der Nullage stabilisieren. Wenn ich die eine Seite (z.B. ADW) verändere, verandert sich damit in geringem Maße auch der korrespondierende SOW Wert. Du bist auf einem guten Weg, wenn bei mittlerer Drehzahl beim Wechsel zwischen Vollgas und &amp;quot;Leerlauf&amp;quot; (Fuß fast vom Gas) der Lambdawert kaum schwankt und Du keine Überschwinger ins &amp;quot;fette&amp;quot; oder &amp;quot;magere&amp;quot; Gemisch hast. &lt;br /&gt;
* Anschließend solltest Du versuchen, die Form der Kurven anzupassen. Die diagramme rechts können dabei als Anhaltspunkt dienen. &lt;br /&gt;
* Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=232</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=232"/>
		<updated>2012-08-04T16:23:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
=Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden=&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotzt EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_ADW.png|miniatur|EAE Adhere To Wall|Die Einstellung der &amp;quot;ADW&amp;quot;-Kurve am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventiles an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Minimal- und Maximalwert der Kurve sollten in etwa bei diesen Werten bleiben. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_SOW.png|miniatur|EAE Sucked Off Wall|Das &amp;quot;Gegenstück&amp;quot; (SOW-Kurve), ebenfalls am Beispiel eines VW 2L Motors]] &lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern, nicht die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-ADW.png|miniatur|EAE RPM Adhere To Wall|Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur ADW RPM]] &lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_RPM-SOW.png|miniatur|EAE RPM Sucked off the Wall|Wandfilm-Abbau Drehzahlkorrektur SOW RPM]] &lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
[[Bild:EAE_CLT.png|miniatur|EAE CLT SOW|Wandfilm-Aufbau Temperaturkorrektur (wie in den meisten Fällen kpl auf 100%)]] &lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:EAE_SOW.png&amp;diff=231</id>
		<title>Datei:EAE SOW.png</title>
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		<updated>2012-08-04T16:13:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:EAE_ADW.png&amp;diff=230</id>
		<title>Datei:EAE ADW.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:EAE_ADW.png&amp;diff=230"/>
		<updated>2012-08-04T16:13:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:EAE_RPM-ADW.png&amp;diff=229</id>
		<title>Datei:EAE RPM-ADW.png</title>
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		<updated>2012-08-04T16:13:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
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		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:EAE_RPM-SOW.png&amp;diff=228</id>
		<title>Datei:EAE RPM-SOW.png</title>
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		<updated>2012-08-04T16:12:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:EAE_CLT.png&amp;diff=227</id>
		<title>Datei:EAE CLT.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Datei:EAE_CLT.png&amp;diff=227"/>
		<updated>2012-08-04T16:12:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=211</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=211"/>
		<updated>2012-07-19T18:22:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden===&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotzt EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventiles an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Minimal- und Maximalwert der Kurve sollten in etwa bei diesen Werten bleiben. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern, nicht die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=210</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=210"/>
		<updated>2012-07-19T18:19:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigungsanreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden===&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom Prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% Einzupendeln. &lt;br /&gt;
==Vorteil gegenüber Standard Beschleunigungsanreicherung==&lt;br /&gt;
*EAE ist fester Bestandteil der Berechnungen für die Kraftstoffmenge des Motors. Es wird nicht durch ein Ereignis (Gaspedalbewegung) &amp;quot;ausgelöst&amp;quot;, sondern ist ständig aktiv. Dadruch stört es auch nicht die Lambdakorrektur, da die Lambdaregelung trotzt EAE immer aktiv bleiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventiles an den Wänden des Ansaugkanals (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Minimal- und Maximalwert der Kurve sollten in etwa bei diesen Werten bleiben. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfilm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern, nicht die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wände RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings-Fenster (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvoraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau- und Abbau-Kurven bei mittlerer Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch Gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mittlerer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Ziel muss es sein, die Kurven so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglicherweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=209</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=209"/>
		<updated>2012-07-19T18:12:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigunsganreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Settings====&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
====Accel Enrichment Wizard====&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden===&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% einzupendeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)====&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventiles an den Wänden des Ansaugkanales (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Minimal- und Maximalwert der Kurve sollten in etwa bei diesen Werten bleiben. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfillm-Abbau Konstante)====&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern, nicht die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
====EAE Sucked-from-Wände RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)====&lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)====&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweuisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
====EAE Lag Compensation Settings-Fenster (Verzögerungsausgleich Einstellungen)====&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvorraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau und abbau Kurven bei mittler Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bei mitterer Drehzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Motorlast variiert. Ziel muss es sein, die Kurben so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglichwerweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
Das sollte genug sein, um eine gute Melodie mit EAE bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=208</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=208"/>
		<updated>2012-07-19T18:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigunsganreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
===Accel Enrichment Settings===&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
===Accel Enrichment Wizard===&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden===&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% einzupendeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)===&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventiles an den Wänden des Ansaugkanales (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Minimal- und Maximalwert der Kurve sollten in etwa bei diesen Werten bleiben. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfillm-Abbau Konstante)===&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern, nicht die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)===&lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
=== EAE Sucked-from-Wände RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)===&lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
===EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)===&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweuisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
===EAE Lag Compensation Settings-Fenster (Verzögerungsausgleich Einstellungen)===&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvorraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
==Abstimmschritte==&lt;br /&gt;
*Beachte, dass die Minimal- und Maximalwerte der Kennlinien für Wandfilm- Aufbau und Wandfilm-Abbau nur minimal geändert werden sollten. Die &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; der Kurve ist es, die den entscheidenden Unterschied macht.  &lt;br /&gt;
*Werden die Werte in der Wandfilm-Aufbau-Kennlinie (Adhere to wall constants) erhöht, so bewirkt dies, dass beim Gas geben mehr zusätzlicher Kraftstoff eingespritzt wird. &lt;br /&gt;
*Werden die Werte der Wandfilm Abbau Konstante (EAE sucked from wall constants) erhöht, so magerd der Motor beim vom-gas-gehen stärker ab.&lt;br /&gt;
*Wenn man sich dies Grundprinzip vor augen hält, kann man anfangen EAE abzustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man die Wandfilm- Aufbau und abbau Kurven bei mittler Drehzahl anpasst. Die beiden Drehzahl-Korrekturlinien sollten hierbei über den gesamten Bereich auf &amp;quot;100%&amp;quot; eingestellt sein&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;WICHTIG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Standard Beschleunigungsanreicherung kann man EAE nicht im Leerlauf (ohne Last) durch gasstöße abstimmen. Auch nicht ansatzweise. Das geht garantiert schief. &lt;br /&gt;
*Am besten fängt man an, indem man bei mitterer Drehzahl die Motorlast variiert. Ziel muss es sein, die Kurben so abzustimmen, dass der Lambda/AFR Wert sich nur minimal ändert. Mit zunehmendem Fortschritt kann man dann auch testen, wie sich der Motor bzw. Abgaswert bei kurzen Gasstößen und Lupfen des Gaspedals verhält.&lt;br /&gt;
*Anschließend, im Leerlauf, gilt es die beiden RPM Korrekturkurven anzupassen. Ziel muss es sein, dass der Motor bei kurzen Gasstößen gut Gas annimmt, aber zugleich beim Loslassen des Gaspedals nicht abstirbt. Denke immer an die Grundsätze, die eingangs erklärt wurden: Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden, weniger Kraftstoff wird mitgenommen.&lt;br /&gt;
* Zu guter letzt ist es Zeit für eine Beschleunigung unter Vollgas bin in den Begrenzer. Stelle sicher, dass auch bei hoher Motorlast und hohen Drehzahlen die Lambda/AFR Werte im Rahmen bleiben. Die Werte sollten sich immer nur wenig und langsam ändern&lt;br /&gt;
* Bei Schwierigkeiten mit schneller Gasannahme versuche auf die Lag Compensation zurückzugreifen.&lt;br /&gt;
* Wenn sonstwie Probleme mit EAE auftreten, stelle EAE Signalquelle unter den &amp;quot;General settings&amp;quot; von &amp;quot;Use Algorithm&amp;quot; auf &amp;quot;TPS&amp;quot; um und probieren, wie hiermit die Gasannahme ist. Falls dies besser funktioniert, ist möglichwerweise dein MAP Signal nicht sauber und ändert sich somit nicht schnell genug.&lt;br /&gt;
Das sollte genug sein, um eine gute Melodie mit EAE bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle die, die an  der Mathematik interessiert sind, die sich dahinter verbirgt (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik): Im Code der ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt EAE ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=207</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=207"/>
		<updated>2012-07-19T17:50:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigunsganreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
===Accel Enrichment Settings===&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
===Accel Enrichment Wizard===&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden===&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% einzupendeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EAE Adhere to wall coeffizient (Wandfilm-Aufbau Koeffizient)===&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge Kraftstoff, die bei jedem Impuls des Einspritzventiles an den Wänden des Ansaugkanales (und der Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum) und 60-70% bei hohen MAP Werten (Umgebungsdruck oder Ladedruck/Überdruck) sind üblich. Minimal- und Maximalwert der Kurve sollten in etwa bei diesen Werten bleiben. Die Form der Kurbe kann von Motor zu Motor abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EAE Sucked-from-Wall Constant (Wandfillm-Abbau Konstante)===&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugtaktes mitgerissen wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigem MAP Wert (großes Vakuum), um 6-15% bei hohem MAP Wert (niedriges Vakuum). Auch hier sollte man im Wesentlichen nur die Form der Kurve ändern, nicht die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EAE Adhere to wall RPM Correction (Wandfilm-Aufbau Drehzahlkorrektur)===&lt;br /&gt;
Dies Kennfeld dient dazu, um den Wandfilm-Aufbau den verschiedenen Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen sammelt sich mehr Kraftstoff an den Wänden des Einlasskanales. Bei höheren Drehzahlen hingegen wird sich aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft weniger Kraftstoff von den Kanalwänden sammeln.&lt;br /&gt;
=== EAE Sucked-from-Wände RPM Correction (Wandfilm Abbau Drehzahlkorrektur)===&lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die von den Kanalwänden mitgerissene Kraftstoffmenge für verschiedene Drehzahlen anzupassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff von den Kanalwänden mitgerissen werden als bei höheren Drehzahlen.&lt;br /&gt;
===EAE Lag Compensation (Verzögerungsausgleich)===&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Einspritzimpulsen pro Kurbelwellenumdrehung können mit EAE eine schlechte Gasannahme aufweuisen. Bei  schnelle Gaspedalbewegungen kann sich die Motorlast zwischen einzelnen Einspritzimpulsen erheblich ändern. Wenn der MAP Wert nur minimal &amp;quot;hinterher hinkt&amp;quot; können in einem solchen Lastwechsel-Moment sowohl die grundlegende Kraftstoffbemessung (GVE) als auch  der EAE Korrekturwert nicht schnell genug aktualisiert werden, um eine gute, knackige Gasannahme zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
EAE mit Verzögerungsausgleich (Lag-Kompensation) verringert dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Einspritzimpulse immer dann, wenn sich Gaspedalstellung oder Ladedruck schnell ändern. Alle Einspritzimpulse in dieser Lag-Compensation Phase sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung identisch zu der Menge sein sollte, die bei der normale Anzahl Einspritzimpulse eingespritzt wird.&lt;br /&gt;
===EAE Lag Compensation Settings-Fenster (Verzögerungsausgleich Einstellungen)===&lt;br /&gt;
Der Auslöser für den Verzögerungsausgleich (Lag compensation) können MAPdot oder TPSdot sein. Hierzu wird die Schwelle in den Einstellungen entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und mit &amp;quot;max rpm&amp;quot; eine Drehzahl-Obergrenze gewählt. Grundvorraussetzung ist hierfür natürlich dass im Auswahlmenü &amp;quot;EAE With Lag Compensation&amp;quot; gewählt wird. &lt;br /&gt;
===Abstimmschritte===&lt;br /&gt;
Beachten Sie, dass die minimalen und maximalen Punkte auf der EAE Halten-zu-Wand-und saugte ab-Wände Tabellen sollten nur ein wenig in einer Zeit eingestellt werden, aber die Form jeder Kurve wird einen großen Unterschied, wie der Motor reagiert machen Bewegung zu drosseln. Alle empfohlenen Einstellungen unten folgen sollten dies. Die Erhöhung der Halten-zu-Wand-Werte bewirkt, dass die Puls-Weiten zu erhöhen, beim Öffnen der Drosselklappe. Dies liegt daran, dass die Menge an Kraftstoff Kleben an den Wänden erhöht. Der Code gleicht dem größeren prozentualen Anteil der einzelnen spritzen, sich an den Wänden durch Erhöhen der Pulsbreiten-zu versuchen, sicherzustellen, dass die befohlene Menge an Kraftstoff tatsächlich in den Motor stecken. Eine Erhöhung der angesaugten von Wänden-Werte erfahren, den Code, mehr Kraftstoff am Anfang von den Wänden gezogen, muss so weniger Kraftstoff eingespritzt, um das gleiche Netzwerk-Menge, daß Kraftstoff in den Motor zu erreichen. Mit diesen Richtlinien beachten, sind die folgenden Schritte, die ein guter Weg, um Tuning EAE beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Der beste Platz zum zu beginnen ist es, die Halten-zu-Wand anpassen und Sucked-from-Wände Kurven bei einem Mid-Range-RPM, RPM mit den Korrekturtabellen bei 100% auf der ganzen Linie.&lt;br /&gt;
Holen Sie sich den Motor an und unter Last reagieren, mit minimaler Variation in AFR, und bekommen es gut zu benehmen während Kurzgasgriff Blips in diesem Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Dann, vom Leerlauf, passen Sie die RPM-Korrekturkurven, bis Sie eine gute Off-Idle-Reaktion, keine schlanke Spitze-in und keine Stände nach einem schnellen Stich bekommen kann. Denken Sie daran, die Richtlinien von oben in diesem Dokument. Bei niedrigeren Drehzahlen mehr Kraftstoff hält sich an den Wänden, und weniger Kraftstoff wird von den Wänden gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Schließlich haben einige Vollgas zieht bis in den roten, und stellen Sie sicher, dass auf Veränderungen und auf jede noch so kleine Bewegung Drosselklappe, die AFRS noch reagieren wie erwartet. Sie sollten weiterhin relativ glatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) Wenn Sie Schwierigkeiten haben, gute Gasannahme auf schnelle Blips haben, dann möchten Sie vielleicht EAE Lag Compensation nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte genug sein, um eine gute Melodie mit EAE bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Interessenten an der Mathematik, dass dieses Feature verwendet (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik), wird der Code in ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pigga</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=206</id>
		<title>Beschleunigungsanreicherung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mswiki.motorkontrolle.de/index.php?title=Beschleunigungsanreicherung&amp;diff=206"/>
		<updated>2012-07-19T17:20:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pigga: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
==Wozu Beschleunigunsganreicherung??==&lt;br /&gt;
Fast jeder, der schon mal eine Megasquirt abgestimmt hat kennt das Phänomen:&lt;br /&gt;
Der Motor läuft in jeder Lebenslage gut, aber das &amp;quot;dazwischen&amp;quot; stimmt nicht. Sobald man aufs Gas latscht &amp;quot;verschluckt&amp;quot; sich der Motor. Wer eine Breitbandsonde nebst Display hat sieht sicherlich, dass der Motor in diesem Moment abmagert.&lt;br /&gt;
Elementare Erkenntnisse hierzu und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;warum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; das so ist finden sich [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze physikalische Phänomen daher hier in Kurzform: &lt;br /&gt;
* Da die Einspritzventile nicht direkt in den Brennraum, sondern in den Ansaugkanal einspritzen, kondensiert immer ein gewisser Anteil Kraftstoff an den Kanalwänden. &lt;br /&gt;
* dieser Kraftstoff legt sich wie eine &amp;quot;permanente Pfütze&amp;quot; auf die Kanalwände&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass ständig eine gewisse Menge Kraftstoff auf den Kanalwänden &amp;quot;zwischengelagert&amp;quot; wird. &lt;br /&gt;
Gemäß der Toyota Patentschrift wird die &amp;quot;Wandfilm&amp;quot; genannte Menge Kraftstoff, die dort lagert, im wesentlichen bestimmt durch drei Eingangsgrößen:&lt;br /&gt;
* Saugrohr-Innendruck (MAP-Wert): Manche kennen vielleicht den Versuch aus dem Physikunterricht, wo im völligen Vakuum unter der Glasglocke Wasser bei Raumtemperautr anfängt zu sieden? Genau dieser Effekt wirkt sich auch bei der Beschleunigungsanreicherung aus! &lt;br /&gt;
** Im Leerlauf (Maximaler Unterdruck im Ansaugkanal) gelangt fast der komplette Kraftstoff in den Brennraum. Der geringe Umgebungsdruck behindert ein Kondensieren des Kraftstoffs. &lt;br /&gt;
** Unter Vollast hingegen kondensiert immer mehr Kraftstoff an den Kanaloberflächen. &lt;br /&gt;
* Drehzahl: Bei niedriger Drehzahl kondensiert mehr Kraftstoff, während bei hoher Drehzahl mehr Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
* Motortemperatur: Es ist nur zu verständlich, dass bei kaltem Motor mehr Kraftstoff in den Kanälen kondensiert&lt;br /&gt;
All diese Faktoren lassen sich nahezu perfekt in der &amp;quot;EAE&amp;quot; genannten Enhanced Acelleration Enrichment abbilden. Dazu jedoch später.&lt;br /&gt;
Zunächst einmal werden wir die &amp;quot;Traditionelle Beschleunigungsanreicherung&amp;quot; näher beleuchten, mit der sich in nahezu allen Fällen gute Ergebnisse erzielen lassen werden. &lt;br /&gt;
==Accel Enrich (konventionelle Beschleunigungsanreicherung)== &lt;br /&gt;
===Accel Enrichment Settings===&lt;br /&gt;
Unter diesem Menüpunkt kann man die Grundeinstellungen wählen:&lt;br /&gt;
[[Bild:Ae1.png|miniatur|Acell_Enrichment1|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Settings&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AE RPM Scaling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Praxis hat gezeigt, dass mit zunehmender Drehzahl immer weniger Beschleunigungsanreicherung notwendig ist. Dem trägt diese Option Rechnung. &lt;br /&gt;
**Ab &amp;quot;low RPM Treshold&amp;quot; beginnt die MS, die im Wizard eingestellte Anreicherung zu verringern. &lt;br /&gt;
**Am Punkt &amp;quot;max RPM Treshold&amp;quot; ist die Beschleunigungsanreicherung dann wirkungslos. Eine an sich nützliche Funktion, die es einem jedoch beim Einstellen falscher Werte unmöglich machen kann, die Anreicherung sauber eingestellt zu bekommen. &lt;br /&gt;
**Diese Option deaktivieren: Hierzu einfach für beide RPM Werte Drehzahlen jenseits der Begrenzerdrehzahl einstellen. Die Anreicherung ist dann immer voll aktiv und wird nicht herunter-skaliert.  &lt;br /&gt;
===Accel Enrichment Wizard===&lt;br /&gt;
Wie oben beschrieben, muss eine Motorsteuerung bei plötzlichen Lastwechseln das Gemisch korrigieren. Beim &amp;quot;Gas geben&amp;quot; muss angereichert werden. Beim &amp;quot;vom-Ggas-gehen&amp;quot; kann abgemagert werden.  [[Bild:Ae2.png|miniatur|Acell_Enrichment2|Das Menü &amp;quot;Accel Enrichment Wizard&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Datenquelle&amp;quot; für die Triggerung der Beschleunigungsanreicherung muss das Lastsignal verwendet werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Konkret bedeutet dies, dass entweder das MAPdot oder das TPSdot Signal hierfür verwendet werden kann (oder beide).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAP Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das linke Diagramm dient den Einstellungen für eine Beschleunigungsanreicherung,. die abhängig von den Änderungen des MAP-Signales ausgelöst wird.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TPS Based AE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im rechten Diagramm entsprechend für TPS. Durch Tippen auf das Gaspedal kannst Du einen grünen Punkt wandern sehen. Dies dient zur optischen Kontrolle, welche Änderungswerte beim Gas-geben Dein Motor erreicht. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MAPdot/TPSdot Treshold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hier stellst Du die Ansprechschwelle der Anreicherung ein:  Die Erweiterung &amp;quot;dot&amp;quot; kennzeichnet, auch hier, dass hier nicht der Wert von MAP/TPS an sich, sondern seine aktuelle Änderung registriert wird. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beachte bitte, dass erst angereichert wird, wenn dieser wert überschritten wird&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet z.B. dass bei einer MAPdot Treshold von &amp;quot;1000kPa/s&amp;quot; die Map-basierte Beschleunigungsanreicherung de facto so gut wie inaktiv ist, auch wenn der grüne Indikator-Punkt in den oberen Diagramm munter hin und her wandert. Die Werte sollten so eingestellt werden, dass die Anreicherung bei normaler konstanter Fahrt nicht auslöst. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:Dies ist die Zeitspanne, in der nach Auslösung der Anreicherung die aktuelle Pulsweite (Taktungs-Impulsdauer) der Einspritzdüsen verlängert wird. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Accel Taper Time&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach Ablauf der Zeitspanne endet die Anreicherung nicht abrupt, sondern wird (innerhalb dieser Zeitspanne) allmählich verringert. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;End Pulsewidth (ms)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Wenn die &amp;quot;Ausblendung&amp;quot; (Taper) der Anreicherung diesen Wert erreicht hat, wird die Verringerung/Ausblendung der Beschleunigungsanreicherung abgebrochen.&lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Decel Fuel Amount&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Im Gegensatz zur Beschleunigerpumpe am Vergaser kann die Anreicherung der MS auch in entgegengesetzer Richtung funktionieren. &amp;quot;Decelleraion&amp;quot; könnte man vielleicht mit &amp;quot;Entschleunigen&amp;quot; oder &amp;quot;Vom-Gas-gehen&amp;quot; übersetzen. Und genau das macht diese Funktion: Geht der Fahrer vom Gas, wird der Wert der Beschleunigungsanreicherung genutzt, um kurzzeitig das Gemisch abzumagern. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wichtig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Bei einem Wert von &amp;quot;100%&amp;quot; ist Decel inaktiv. In der Praxis dürften Werte bis maximal 80% funktionieren.&lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Enrichment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Menge Kraftstoff die bei kaltem Motor zusätzlich angereichert wird. Dies ist der additive Part der beiden Kalt-Anreicherungs-Werte: Sie hat keinen Effekt bei 70°C Motortemperatur, 50%Effekt bei 15°C und vollen Effekt bei -40°C. Diese Einstellung ist somit unabhängig von den oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerten. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cold Acell Multiplier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die lineare Komponenten für zusätzliche Kaltstart-Beschleunigungsanreicherung. Auch ihr Anteil wird über den Messbereich des Motortemperatur-Sensors von 100% (-40°C) bis 0% (70°C) skaliert. Der Multiplier jedoch übernimmt die oben eingestellten Beschleunigungs-Anreicherungswerte und erhöht sie, je nach aktueller Motortemperatur. &lt;br /&gt;
**&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Throttle Position vs. Manifold Absolute Pressure Acel Enrichment Strategy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Gewichtung, mit der MAP- und TPS in die Beschleunigungsanreicherung einfließen. Hier führen viele Wege nach Rom. Die Erfahrung aber zeigt, dass der TPS Wert meist schneller reagiert als MAP. Somit ist ein TPS basiertes Signal oft besser geeignet. Bei rein MAP basierter Beschleunigungsanreicherung besteht zudem die Gefahr, dass durch Gasschwingungen bei Vollgas die Anreicherung permanent ausgelöst wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Kleiner EAE Abstimm-Leitfaden===&lt;br /&gt;
Im folgenden gibt&amp;#039;s ein paar Infos, was es beim Abstimmen zu beachten gibt. &lt;br /&gt;
==Wofür steht EAE?==&lt;br /&gt;
EAE ist die Ablürzung für [http://msextra.com/doc/ms2extra/MS2-Extra_Tuning_Manual.html#EAE|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nhanced &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cceleration &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nrichment] und ist gewissermaßen das Gegenstück zur [http://www.megamanual.com/ms2/xtau.htm|&amp;quot;X-Tau-Beschleunigungsanreicherung&amp;quot;] in der MS2 Firmware von Bowling&amp;amp;Grippo. &lt;br /&gt;
Da -vom prinzip her- beide Systeme identisch funktionieren, sei das ganze hier am Beispiel der EAE im (hierzulande verbreiteteren MSextra Code) näher erklärt.&lt;br /&gt;
==Was die &amp;quot;klassische&amp;quot; Beschleunigungsanreicherung macht==&lt;br /&gt;
Wie eingangs schon erklärt wurde, lagert sich permanent Kraftstoff auf den Ansaugkanälen ab. Gleichzeitig wird auch Kraftstoff mitgerissen, es bildet sich also ein Gleichgewicht. &lt;br /&gt;
Wichtig ist hierbei, dass sich mehr Kraftstoff auf den Wänden ablagert. Grundsatz: Je höher der Ansaugbrücken-Innendruck (oder anders gesagt: Je geriner das Vakuum in der Ansaugbrücke) ist, desto mehr Kraftstoff lagert sich auf den Wänden ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet für die Standard Beschleunigungsanreicherung: Wenn Gas gegeben wird, muss kurzzeitig mehr Kraftstoff eingespritzt werden. Dies funktioniert in der Praxis zwar recht gut, folgt aber keinen mathematischen Gesetzmäßigkeiten und ist damit oft recht ungenau, getreu dem Motto &amp;quot;Viel hilft viel&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
==Was ist nun das Prinzip von EAE?==&lt;br /&gt;
*Wie bereits eingangs mit Hinweis auf eine [http://www.not2fast.com/patent/p4388906.pdf in einer Patentschrift von Toyota] erklärt wurde, geht &amp;quot;EAE&amp;quot; das Phänomen der Beschleunigungsanreicherung mathematisch an. Dabei wird angenommen, dass bei jeder Motorlast eine bestimmter Menge Kraftstoff sich an den Kanalwänden absetzt und zugleich eine bestimmte Menge Kraftstoff mitgerissen wird. &lt;br /&gt;
*Im TunerStudio kann man sich die Arbeit der EAE über die Anzeige &amp;quot;EAE Enrichment&amp;quot; anzeigen lassen. &lt;br /&gt;
*Im Grunde funktioniert EAE wie ein Pendel: Bleibt die Motorlast konstant, steht die EAE Anzeige bei &amp;quot;100%&amp;quot;. Sobald sich die Motorlast ändert, bewegt sich der Zeiger, um sich bei konstanter Motorlast wieder auf 100% einzupendeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführung==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundvoraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Man muss sich stets vor Augen halten, dass EAE den Ansatz verfolgt, die benötigte Menge Kraftstoff im Motor bei Lastwechseln &amp;quot;im Voraus&amp;quot; zu bestimmen. Dies geschicht dadurch, dass die Menge Kraftstoff, die kondensieren und im selben moment mitgerissen werden, gegeneinander aufgerechnet werden. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somit kann EAE nur funktionieren, wenn die VE Table schon gut abgestimmt wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Oder anders gesagt: Wenn die VE Tabelle (noch) nicht abgestimmt ist, braucht man mit dem EAE Feintuning noch gar nicht anfangen.&lt;br /&gt;
*Wer das im Hinterkopf behält, kann sich ans Werk machen und loslegen&lt;br /&gt;
*Derzeit gibt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vier Kennfelder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit einem fünften, mit Gasannahme helfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Halten Sie sich EAE-to-Wände Constant (Coefficient sein sollte):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Betrag jedes spritzen, die an den Wänden der Einlassöffnung (und Ventile) hängen bleibt. Werte von 20% bei niedrigen kPa (Hochvakuum) auf 60-70% bei hohen kPa (geringes Vakuum oder in Boost) sind häufig. Die minimale und maximale sollten nicht viel ändern, aber die Form der Kurve wird von Motor zu Motor unterschiedlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) EAE Sucked-from-Wände Constant (Coefficient sein sollte):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die Menge an Kraftstoff, die von den Wänden des Einlasskanals während jeder Ansaugereignisses gesaugt wird. In dieser Kurve liegen Werte von etwa 2% bei niedrigen kPa (hohes Vakuum), um 6-15% bei hohen kPa (niedriges Vakuum). Auch hier sollte die Form dieser Kurve ändern, mehr als die minimalen und maximalen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Halten Sie sich EAE-to-Wände RPM Korrektur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle wird verwendet, um das Halten-zu-Wand Konstante für verschiedene RPMs anpassen. Die unteren Drehzahlbereich, desto mehr Kraftstoff ansammeln. Als RPMs steigen, wird weniger Kraftstoff ansammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) EAE Sucked-from-Wände RPM Korrektur:&lt;br /&gt;
EAE Sucked Von der Wall RPM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle dient dazu, die angesaugte von Constant-Wände für verschiedene RPMs anpassen. Bei niedrigen Drehzahlen, wird weniger Kraftstoff aus den Wänden gezogen werden, und bei höheren Drehzahlen, mehr Kraftstoff wird von den Wänden gezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) EAE Lag Compensation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Motoren mit geringen Anzahl von Injektionen können schlechte Gasannahme leiden. Während schnelle Fahrgeberbewegungen, Last erheblich ändern kann zwischen Injektion Ereignisse, so dass sowohl grundlegende Betankung (GVE) und EAE Beiträge werden nicht oft genug für eine gute, knackige Gasannahme aktualisiert.&lt;br /&gt;
EAE mit Lag-Kompensation kann dieses Problem durch das Hinzufügen zusätzlicher Injektion Ereignisse, wenn Gas oder Ladedruck Änderungen schnell zu helfen. Alle Injektionen in dieser Nachlaufkompensation Veranstaltung sind kleiner, so dass die Gesamtmenge an Kraftstoff pro Umdrehung sollte das gleiche wie eine normale Injektion Veranstaltung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EAE Lag Compensation Settings-Fenster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auslöser für Nachlaufkompensation kann von beiden MAPdot oder TPSdot sein. Zusätzlich wird die Schwelle entweder in% TPS / Sekunde oder kPa / s und max rpm kann in der EAE Lag Compensation Settings-Menü, welches zur Verfügung steht ausgewählt werden wenn die verstärkte Anreicherung Accel auf ON mit Verzögerung eine Entschädigung in Accel gesetzt bereichern Einstellungen-Fenster (oben ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Abstimmschritte&lt;br /&gt;
Beachten Sie, dass die minimalen und maximalen Punkte auf der EAE Halten-zu-Wand-und saugte ab-Wände Tabellen sollten nur ein wenig in einer Zeit eingestellt werden, aber die Form jeder Kurve wird einen großen Unterschied, wie der Motor reagiert machen Bewegung zu drosseln. Alle empfohlenen Einstellungen unten folgen sollten dies. Die Erhöhung der Halten-zu-Wand-Werte bewirkt, dass die Puls-Weiten zu erhöhen, beim Öffnen der Drosselklappe. Dies liegt daran, dass die Menge an Kraftstoff Kleben an den Wänden erhöht. Der Code gleicht dem größeren prozentualen Anteil der einzelnen spritzen, sich an den Wänden durch Erhöhen der Pulsbreiten-zu versuchen, sicherzustellen, dass die befohlene Menge an Kraftstoff tatsächlich in den Motor stecken. Eine Erhöhung der angesaugten von Wänden-Werte erfahren, den Code, mehr Kraftstoff am Anfang von den Wänden gezogen, muss so weniger Kraftstoff eingespritzt, um das gleiche Netzwerk-Menge, daß Kraftstoff in den Motor zu erreichen. Mit diesen Richtlinien beachten, sind die folgenden Schritte, die ein guter Weg, um Tuning EAE beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Der beste Platz zum zu beginnen ist es, die Halten-zu-Wand anpassen und Sucked-from-Wände Kurven bei einem Mid-Range-RPM, RPM mit den Korrekturtabellen bei 100% auf der ganzen Linie.&lt;br /&gt;
Holen Sie sich den Motor an und unter Last reagieren, mit minimaler Variation in AFR, und bekommen es gut zu benehmen während Kurzgasgriff Blips in diesem Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Dann, vom Leerlauf, passen Sie die RPM-Korrekturkurven, bis Sie eine gute Off-Idle-Reaktion, keine schlanke Spitze-in und keine Stände nach einem schnellen Stich bekommen kann. Denken Sie daran, die Richtlinien von oben in diesem Dokument. Bei niedrigeren Drehzahlen mehr Kraftstoff hält sich an den Wänden, und weniger Kraftstoff wird von den Wänden gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Schließlich haben einige Vollgas zieht bis in den roten, und stellen Sie sicher, dass auf Veränderungen und auf jede noch so kleine Bewegung Drosselklappe, die AFRS noch reagieren wie erwartet. Sie sollten weiterhin relativ glatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) Wenn Sie Schwierigkeiten haben, gute Gasannahme auf schnelle Blips haben, dann möchten Sie vielleicht EAE Lag Compensation nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollte genug sein, um eine gute Melodie mit EAE bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Interessenten an der Mathematik, dass dieses Feature verwendet (ähnlich wie bei X-tau der Mathematik), wird der Code in ms2_extra_main.c in Release 1.0.0 liegt ab Zeile Nummer 1643, und in ms2_extra_ign_in.c, ab Zeile 732.&lt;/div&gt;</summary>
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